Smart Village

„Smart Village St. Wendeler Land“ startet in die vierte Phase

Landrat Recktenwald läutete die vierte Phase von "Smart Village St. Wendeler Land" ein. Foto: Eva Bernhard

Im Smart-Village-Verteilerzentrum in St. Wendel läutete Landrat Udo Recktenwald gestern, 26. August 2021, die vierte Phase des Projekts „Smart Village – Gut versorgt im Sankt Wendeler Land“ ein.

Mit dem Projekt möchte der Landkreis St. Wendel die Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung der ländlich geprägten Orte unterstützen. Die Grundversorgung und damit verbundene Daseinsvorsorge der ländlichen Bevölkerung sollen gesichert und ausgeweitet werden. Bundesweit sind die regionale Entwicklungsarbeit und die Entwicklung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ländlichen Regionen von großer Bedeutung. Der Landkreis St. Wendel möchte sich im Zuge des Projekts der strukturellen und demographischen Entwicklung annehmen und Nachteile gegenüber dem urbanen Leben ausgleichen.

Nicht nur ältere Menschen in den Dörfern sollen mit den Artikeln des täglichen Gebrauchs und einer Möglichkeit zur sozialen Interaktion versorgt werden. Auch jüngere Familien, die mit Kindern und Beruf eine digitale und flexible Einkaufsmöglichkeit benötigen, sollen von dem Projekt profitieren können. „Wir wollen damit digitale Nahversorgung nicht nur aufbauen, sondern etablieren für die Menschen in unterversorgten Dörfern. Wir wollen die Dorfgemeinschaft fördern und stärken, die C02-Bilanz verbessern, regionale Erzeuger und Händler stärken“, so Recktenwald.

Die vierte Phase des Projekts wird vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, im Rahmen des Programms „Region gestalten“ mit einer Fördersumme von 700.000 Euro unterstützt und ist damit vollständig gefördert. Im Zeitraum vom 01. Juli 2021 bis zum 31.12.2023 sollen die Fördermittel an die Verbundpartner verteilt werden. Rund 100.000 Euro erhält der Landkreis St. Wendel für die Steuerung und Kontrolle des Projekts, 145.000 Euro gehen an die SinkaCom AG, die als Technologie-Partner für Hosting und die Entwicklung zuständig ist. Die restlichen rund 455.000 Euro stehen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH zur Verfügung, die als „Kümmerer“ unter anderem das Qualitätsmanagement sichert, Logistik und Liefermanagement betreut und die Dorfcoaches ausbildet.



Landrat Recktenwald betonte, dass das Projekt, welches im Zuge des Land(Auf)Schwung-Programms ins Leben gerufen wurde, in der nächsten Phase verbessert und angepasst werden solle: „Wir wollen mit der Weiterführung deutlich machen: das ist kein Projekt das wir beenden. (…) Ich hoffe, dass wir nach diesen zweieinhalb Jahren dann nochmal einen Schritt weiter sind, um dieses Projekt wirklich dauerhaft zu etablieren“. Das funktioniere nur mit den Kommunen. Ziel sei, dass sich das Projekt autonom tragen kann. Wo das aber wirtschaftlich nicht möglich, aber lebensnotwendig ist, sei der Staat gefordert – auch mit öffentlichen Mitteln – Unterstützung zu leisten. Private und staatliche Unterstützung solle hier Hand in Hand agieren.

Beteiligte Erzeuger/Händler

Globus SB Warenhaus St. Wendel, Bäckerei Gillen, Delikatessen Joseph, Wendelinushof St. Wendel, Kaffeerösterei Gerber, Jacopini Weinhandel & Delikatessen, Metzgerei Weider, Martinshof (Naturkosthandel und Biolandmetzgerei), Hasborner Mühle, Bio Genesa, Ziegenhof Theiß, Jeans & Fashion History, Bäckerei Kaiser, Klein Buch & Papier GmbH

Beteiligte Dörfer

Remmesweiler, Winterbach, Hoof, Osterbrücken, Dörrenbach, Mosberg-Richweiler, Steinberg-Deckenhardt, Berschweiler bei Marpingen, Walhausen

Über Smart-Village

Das Projekt wurde 2017 von Vertretern der Politik, Wirtschaft und Ehrenamt ins Leben gerufen. Auslöser war das kleine Dorf Remmesweiler im St. Wendeler Land, das 2015 keine Einkaufsmöglichkeiten und damit auch keine Treffpunkte mehr hatte. „Smart Village St. Wendeler Land“ arbeitet gemeinsam mit regionalen Partnern und Ehrenamtlichen daran, die Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen im ländlichen Bereich sicherstellen. Die Güter werden auf der Online-Plattform bestellt und in die Dorfgemeinschaftshäuser geliefert, wo sie dann abgeholt werden können. Neben Remmesweiler sind inzwischen auch weitere Dörfer dazugekommen.

Mehr dazu:

Auszeichnung für das Qualitätsmanagementsystem von „Smart Village St. Wendeler Land“ – St. Wendeler Land Nachrichten (wndn.de)

Remmesweiler: „Ich hab schon seit jeher mit Neid auf Remmesweiler geblickt“ – Ministerpräsident Tobias Hans besucht Smart Village Remmesweiler – St. Wendeler Land Nachrichten (wndn.de)

Auch Mosberg-Richweiler ist jetzt ein Smart Village – St. Wendeler Land Nachrichten (wndn.de)Walhausen wird Smart Village – St. Wendeler Land Nachrichten (wndn.de)

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