230.000 Euro ausgegeben

Bund der Steuerzahler kritisiert Saarvenir

Saarvenir
Foto: Tourismuszentrale Saarland

Das Saarland präsentiert sein eigenes Souvenir, das „Saarvenir“, das von der Tourismus-Zentrale Saarland GmbH auf einer speziell erstellten Website angepriesen wird. Dieses staatlich finanzierte Mitbringsel vereint gleich acht saarländische Wahrzeichen und Bekanntheiten in einem. Dazu gehören das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, das Reinheimer „Pferdchen“, die Benediktinerabtei St. Mauritius, das Saarpolygon, die Saarschleife, eine Lyoner Wurst sowie Symbolmotive für „Aktiv in der Natur“ und „Bergbaukultur im Saarland“. Die Auswahl erscheint durchaus kurios, was der Bund der Steuerzahler jetzt kritisierte.

Das Erscheinungsbild des „Saarvenirs“ ist eigenwillig, als ob alle acht Motive grob zu einem Würfel zusammengepresst worden wären, was laut der „Saarvenir“-Website bewusst gewählt wurde.

Die Entwicklung, Vermarktung und Herstellung des „Saarvenirs“ kosteten die Steuerzahler rund 230.000 Euro, wobei fast 170.000 Euro aus den Corona-Sondermitteln finanziert wurden. Dies sollte zur Belebung des Tourismus im Saarland beitragen, wie das Wirtschaftsministerium erklärte.

Das „Saarvenir“ stieß bei seiner Enthüllung im April 2023 auf vielfältige Kritik und Spott in ganz Deutschland. Sogar in der Landespolitik wurde heftig darüber diskutiert. Neben der eigenwilligen Ästhetik wurden auch zwei Fehler nachträglich bemerkt: Die Darstellung der Saarschleife war spiegelverkehrt, und die Fenster der Benediktinerabtei St. Mauritius wurden falsch dargestellt. Dennoch sprach der saarländische Wirtschaftsminister beschwichtigend von einem „PR-Stunt“, bei dem Ästhetik nie im Vordergrund gestanden habe.

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