Kolumne von Philipp Reis, Chief Digital Officer des Smart Wendeler Landes

Daten als Rohstoff – Grundlage für Transparenz und Fortschritt


Vielleicht denkst du bei „Daten“ zuerst an Zahlen, Tabellen oder etwas, das nur Expertinnen und Experten verstehen. Aber in Wahrheit sind Daten heute ein Rohstoff, eine wertvolle Ressource, mit der wir unseren Landkreis sicherer, transparenter und lebenswerter machen können. Und genau das tun wir im Smart Wendeler Land.

Der Landkreis Sankt Wendel hat in den vergangenen Jahren konsequent auf Digitalisierung und moderne Technologien gesetzt, um den Katastrophenschutz zukunftssicher aufzustellen. Mit dem Aufbau eines LoRaWAN-Netzes und innovativer Sensorik sind wir im Saarland einen neuen Weg gegangen: weg vom reinen Reagieren, hin zu einem vorausschauenden, datenbasierten Handeln.
LoRaWAN ist die Abkürzung für: „Lo“ = Long Range (Reichweite bis 15 km), „Ra“ = Radio (Funkübertragung), „WAN“ = Wide Area Network und ermöglicht, Daten flächendeckend und energieeffizient zu übertragen, auch dort, wo klassische Netze nicht immer ideal sind. In Kombination mit Sensoren entsteht so ein System, das unseren Landkreis in vielen Bereichen unterstützt: beim Umweltmonitoring, bei der Sicherstellung der Grundversorgung und besonders im Ernstfall.

Ein konkretes Beispiel sind Pegelstände. An unterschiedlichen Standorten im Landkreis messen Sensoren Wasserstände, die bei Starkregen oder Hochwasser schnell kritisch werden können. Diese Werte helfen dabei, Risiken früher zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten. Ergänzt wird dies durch Wetterdaten, unter anderem durch ein Wetterradar auf dem Schaumberg in Tholey und weitere Wetterstationen im Landkreis. So entstehen Echtzeitinformationen, die nicht nur Fachleuten helfen, sondern im Zweifel auch dich und deine Familie schützen können.

Und Daten können noch mehr: Sie helfen uns dabei, den Alltag smarter zu gestalten. Zum Beispiel durch Besucherzählsysteme, etwa am Bostalsee oder im Schaumbergbad Tholey. So lassen sich Auslastungen besser einschätzen, Besucherströme lenken und Angebote optimieren, ohne unnötige Umwege oder Überraschungen. Gleichzeitig unterstützen die Daten die Verwaltung dabei, Entscheidungen fundierter, nachvollziehbarer und schneller zu treffen.

Wichtig ist mir dabei: Diese Daten verschwinden nicht in irgendeinem System, auf das niemand Zugriff hat. Alle gesammelten Informationen werden auf unserer Datenplattform gebündelt und werden für die Bevölkerung bald einsehbar sein – sowohl online als auch in der meinWND App.

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