Das Museum St. Wendel präsentiert ab dem 26. Januar 2024 die Ausstellung „Drunter und Drüber – Künstlerische Annäherung an historische Textilien“ der Künstlerinnen Juliane Laitzsch und Gertrud Riethmüller. Die Eröffnung findet um 18 Uhr statt und lädt die Besucher zu einer faszinierenden Reise in die Welt der Textilkunst ein.
Juliane Laitzsch fokussiert sich in ihren Arbeiten auf großformatige Zeichnungen, die spätantike Textilfragmente analysieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei nicht nur auf der Dokumentation dieser Fragmente, sondern auch auf dem Prozess des Sehens, der sich im Zeichnen manifestiert. Durch ihre Kunst transformiert sie historische Textilien in gegenwärtige Metaphern, die Zeit und Raum überbrücken.
Gertrud Riethmüller, Jahrgang 1961, stellt eine beeindruckende Soundinstallation aus schwarzen Kabeln vor, die die Form eines Spitzenkragens annehmen. Die Installation nutzt die Technik des Klöppelns und integriert fiktive Stimmen, die sich im Ausstellungsraum ausbreiten. Riethmüllers Werk schafft ein Spannungsfeld zwischen ästhetischer Anziehung und kritischer Reflexion der Arbeitsbedingungen von Klöpplerinnen im 18. Jahrhundert.
Die beiden Künstlerinnen bringen durch ihre Werke eine frische Perspektive auf historische Textilien. Juliane Laitzsch, geboren 1964, studierte Bildhauerei in Bremen und Berlin und promovierte von 2017 bis 2022 zum Thema „Spätantike Textilien – Experimente der Annäherung“. Gertrud Riethmüller, Absolventin der Hochschule der Bildenden Künste Saar, ist bekannt für ihre Teilnahme an internationalen Medienkunstprojekten und vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Rheinischen Kunstpreis 2023.
Die Ausstellung, die bis zum 17. März 2024 läuft, wird durch Reden von Peter Klär, Bürgermeister der Stadt St. Wendel, und Friederike Steitz, Leiterin des Museums, eröffnet. Besucher können die Ausstellung dienstags, mittwochs und freitags von 10.00 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 18.00 Uhr, samstags von 14.00 bis 16.30 Uhr und sonntags sowie an Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei, und öffentliche Führungen werden an ausgewählten Tagen angeboten.



