Der Stadtrat der Kreisstadt St. Wendel hat am 28. April den Haushalt für das Jahr 2026 mit einem Volumen von 109,9 Millionen Euro verabschiedet und dabei Investitionen in Zukunftsprojekte, Infrastruktur und finanzielle Stabilität in den Mittelpunkt gestellt.
Der Haushalt sieht Netto-Investitionen von rund zwölf Millionen Euro vor und liegt damit knapp über dem Vorjahresniveau. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen will die Stadt zentrale Projekte umsetzen und gleichzeitig die Verschuldung begrenzen. Bürgermeister Peter Klär betonte, dass bewusst keine zusätzlichen Schulden im Rahmen neuer landesrechtlicher Spielräume aufgenommen werden sollen.
Das finanzwirksame Defizit konnte deutlich reduziert werden und sinkt auf etwa drei Millionen Euro nach sieben Millionen Euro im Vorjahr. Auch die Aufnahme von Liquiditätskrediten wird um rund vier Millionen Euro verringert. Gegenläufig wirkt jedoch die weiter steigende Kreisumlage, die 2026 auf 27,3 Millionen Euro anwächst und damit die Gewerbesteuereinnahmen von 21,6 Millionen Euro übersteigt.
Investiert wird unter anderem in neue Feuerwehrfahrzeuge, den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen, die Sanierung von Sportstätten sowie den Neubau einer Dreifeld-Sporthalle im Sportzentrum St. Wendel. Weitere Projekte umfassen städtebauliche Maßnahmen wie die Umgestaltung des Saalbau-Umfelds und den Ausbau der Straße „Zum Rodenbühl“ in Remmesweiler sowie ein kommunales Energiemanagementsystem.
Für Jugend, Bildung und soziale Angebote stehen rund 7,8 Millionen Euro bereit, darunter zusätzliche Mittel für die Freiwilligen Ganztagsschulen sowie Zuschüsse für Kitas, Schulangebote und weitere freiwillige Leistungen wie Ferienprogramme und Kulturprojekte.
Für die städtische Infrastruktur sind rund zehn Millionen Euro eingeplant, davon 2,8 Millionen Euro für Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäuser. Auch Veranstaltungen bleiben ein wichtiger Bestandteil: Für Feste und Events wie Marathon, Jazzfestival oder Weihnachtsmarkt sind rund 500.000 Euro vorgesehen, ergänzt durch Sponsoring.
Weitere Mittel fließen in Umwelt- und Klimaschutz (4,1 Millionen Euro), Sicherheit und Katastrophenschutz (2,4 Millionen Euro) sowie Tourismus und Wirtschaftsförderung (702.000 Euro).
Insgesamt verfolgt die Kreisstadt laut Bürgermeister Klär das Ziel, trotz finanzieller Herausforderungen in Zukunftsprojekte zu investieren, die Infrastruktur zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu sichern.



