SPD-Politikerinnen reagieren auf Pläne der Marienhaus GmbH

Foto: Marienkrankenhaus St. Wendel

Die Pläne der Marienhaus GmbH, wonach die operative Gynäkologie und das Brustzentrum vom Standort St. Wendel nach Neunkirchen verlagert werden sollen, stoßen auf großes Unverständnis bei den SPD-Politikerinnen Nadia Schindelhauer und Réka Klein.

Im aktuellen Krankenhausplan sei ein solcher Schritt nicht vorgesehen, „uns stellt sich die Frage, ob das Sozialministerium von diesen Plänen wusste und ob es diese einfach so akzeptiert“, so Réka Klein. Eine wohnortnahe und umfassende medizinische Versorgung für Frauen im ländlichen Raum ist eine Pflichtleistung und nichts, was hinter der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zurückstehen darf. Dafür müsse auch das Sozialministerium sorgen.

Ebenso scharf kritisiert Nadia Schindelhauer die Entscheidung der Marienhaus GmbH: „Dieser Schritt reist eine Lücke in die gynäkologische Versorgung für Frauen im Nordsaarland. Eine öffentliche Erklärung der Marienhaus-Gesellschaft sucht man hierzu vergebens. Diese Pläne dürfen nicht einfach so hingenommen werden.“

Schindelhauer und Klein fordern einen Runden Tisch „Frauengesundheit im Nordsaarland“ mit dem Sozialministerium unter Einbeziehung der Krankenhaus-Trägergesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung, den niedergelassenen Frauenärzten und Hebammen.

„Dieser Runde Tisch muss ein sektorenübergreifendes, der modernen Geburts- und Frauenmedizin entsprechendes Konzept vorlegen, wie die gynäkologische Versorgung von Frauen im Nordsaarland gewährleistet werden kann, ohne
weite Strecken auf sich nehmen zu müssen. Bis ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der gynäkologischen Versorgung auf dem Tisch liegt, fordern wir die Marienhaus GmbH auf, ihre Pläne zurückzustellen“, so Schindelhauer und Klein abschließend.

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