Umweltministerin Petra Berg hat am 11. August die abgeschlossenen Arbeiten zur Renaturierung des Eiweiler Bachs in Nonnweiler-Primstal besichtigt. Bei ihrem Besuch übergab sie der Gemeinde Nonnweiler einen Scheck über 96.221,33 Euro. Die Maßnahmen wurden im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens „Primstal II“ umgesetzt. Durch die Entsiegelung entstehen neue Lebensräume, die Fließgeschwindigkeit des Wassers in Richtung Prims wird verlangsamt und die Standsicherheit der „Eiweilerstraße“ langfristig gesichert.
„Es ist immer wieder beeindruckend, wie mit unseren beschleunigten Verfahren in der Flurbereinigung Projekte in weniger als einem Jahrzehnt umgesetzt werden können, die früher 40 Jahre gebraucht hätten“, sagt Ministerin Berg. „Die Renaturierung des Eiweiler Bachs bringt Vorteile für den Naturschutz, die Hochwasserprävention und die Infrastruktur. Eine gut angelegte, nachhaltige Investition für Natur und Menschen vor Ort, die ich gerne unterstütze.“
Bei „Primstal II“ handelt es sich um ein beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren der Flurbereinigung, an dem rund 1.500 Personen beteiligt sind. Das Verfahren erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.900 Hektar. Im Kern geht es darum, zersplitterte Grundstücke neu zu ordnen und die Wege- sowie Wirtschaftsbedingungen zu verbessern. Begleitend werden ökologische Maßnahmen für den Natur- und Klimaschutz umgesetzt. Primstal gilt dabei als Vorbild für Hochwasserschutzmaßnahmen im Rahmen der Flurbereinigung – das dortige Hochwasserkonzept ist mit der Renaturierung des Eiweiler Bachs nun vollständig abgeschlossen.
Der Eiweiler Bach liegt im FFH- und Vogelschutzgebiet „Prims“, weshalb die Arbeiten unter strengen naturschutzrechtlichen Auflagen stattfanden. Eine veraltete und beschädigte Anlage aus Pflaster und Beton wurde zurückgebaut, wobei die Eingriffe so gering wie möglich gehalten wurden, um die vorhandenen Sandbänke zu schützen. Durch die Maßnahme ist das Gewässer nun ökologisch durchgängig, was den genetischen Austausch einzelner Arten wieder ermöglicht. Die Wiederherstellung des ursprünglichen Flussbettes sorgt zudem dafür, dass das Wasser langsamer in Richtung Prims abfließt und so Hochwasserschäden in einem gewissen Grad vorgebeugt wird. Gleichzeitig wurde die Unterspülung der parallel verlaufenden „Eiweilerstraße“ – der Verbindungsstraße zwischen Primstal und Eiweiler – langfristig eingedämmt und bestehende Erosionsschäden behoben.
Insgesamt kosteten die Maßnahmen 120.276,66 Euro. Das Umweltministerium förderte das Projekt über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Davon stammten 57.732,80 Euro vom Bund und 38.488,53 Euro vom Land. Die Gemeinde Nonnweiler trug einen Eigenanteil von 24.055,33 Euro.




