Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Theley, Dennis Bard, hat die weiterhin geschlossene hausärztliche Filiale des MVZ St. Wendeler Land in Theley scharf kritisiert. In einer Pressemitteilung spricht Bard von einem „absolut unzumutbaren“ Zustand für die betroffenen Patientinnen und Patienten.
Die Praxis, die zur SYNLAB-Holding gehört, ist seit mehr als einem Monat geschlossen. Eine klare Perspektive für den Standort gebe es bislang nicht.
„Dass ein Versorgungszentrum von heute auf morgen und ohne transparente Zukunftsperspektive geschlossen bleibt, ist eine mangelnde Wertschätzung unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Bard. Er wirft dem Betreiber mangelnde Transparenz vor und fordert zeitnahe Informationen darüber, ob die Schließung dauerhaft sei und wie die medizinische Versorgung künftig organisiert werden solle.
Besonders problematisch sei die Situation für ältere und mobil eingeschränkte Menschen. Viele könnten nicht ohne Weiteres auf Arztpraxen in Oberthal oder St. Wendel ausweichen. „Wichtige Details, etwa die zeitnahe Übertragung der Patientenakten, sind bislang ungeklärt. Betroffene müssen sich diese Informationen selbst zusammensuchen – das ist zusätzlich belastend“, so Bard weiter.
Der SPD-Politiker äußert zudem die Vermutung, dass hinter der Schließung wirtschaftliche Gründe stehen könnten. „Es entsteht der Eindruck, dass größere Standorte bevorzugt werden und kleinere Filialen bei geringer Rendite schnell aufgegeben werden“, kritisiert er. Gleichzeitig warnt Bard vor den Risiken privatisierter Gesundheitszentren.
Die SPD Theley fordert nun eine schnelle Entscheidung über die Zukunft des Standortes, eine transparente Kommunikation gegenüber den Patienten sowie eine zügige Übertragung der Patientenunterlagen an andere Hausärzte.
„Die Bürgerinnen und Bürger in Theley haben ein Recht auf Klarheit über ihre medizinische Versorgung – kurz- wie langfristig“, betont Bard abschließend.





