Der Vorfall beim Rosenmontagsumzug in Nonnweiler hat ein bundesweites Medienecho ausgelöst. Neben regionalen Medien berichteten auch überregionale Plattformen wie WELT und NIUS über die Ermittlungen des Staatsschutzes.
Eine Fußgruppe hatte beim Umzug Schilder mitgeführt, deren Inhalt nach Einschätzung der Behörden möglicherweise strafrechtlich relevant sein könnte. Auf einem Plakat stand die Frage „Was steht unseren Mädchen noch bevor?“, auf einem weiteren wurden Begriffe wie „Kalifat, Scharia, Burka, Zwangsehe, Nikab, Kinderehe“ aufgeführt. Der Vorgang wurde an den Staatsschutz übergeben, der nun prüft, ob ein Straftatbestand erfüllt ist.
Die Karnevalsgesellschaft 1954 Nonnweiler, Veranstalterin des Umzugs, hat sich inzwischen öffentlich von dem Beitrag distanziert. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es:
„Faasend (Fastnacht, Anmerkung der Redaktion) ist in Deutschland ein bunter Ausnahmezustand mit festen Ritualen. Als Verein ist uns die Meinungsfreiheit vor allem in der Zeit der Faasend sehr wichtig. Wir distanzieren uns jedoch von der Meinung des Umzugswagens und möchten betonen, dass es die Meinung der jeweiligen Gruppe war. Wir als Verein stehen für Offenheit, Gleichberechtigung und Toleranz in jeder Lebenslage.“
Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben zu möglichen Beschuldigten oder konkreten strafrechtlichen Vorwürfen machten die Behörden bislang nicht.



