Toilettenregelung am Cusanus-Gymnasium sorgt bei Eltern für Diskussionen

Nach dem Kennenlerntag für die neuen Fünftklässler am St. Wendeler Cusanus-Gymnasium letzte Woche haben sich mehrere Eltern an wndn.de gewandt. Anlass war die Toilettenregelung im Haupt-Schulgebäude. Eine im Erdgeschoss eingerichtete Toilettenanlage, die von Mädchen, Jungen und diversen Personen genutzt werden kann, sorgte bei einigen Eltern für Verwunderung und Kritik.

Ein Vater äußerte gegenüber wndn.de die Sorge, dass Schutzräume für Mädchen aufgegeben würden. Er erklärte: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass Schutzräume von Mädchen aufgegeben werden. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir unsere Tochter nicht an dieser Schule angemeldet.“

Die Schulleiterin des Cusanus-Gymnasiums, Sigrid Maschlanka, widerspricht jedoch dem Eindruck, Schülerinnen hätten keine Möglichkeit mehr, eine ausschließlich Mädchen vorbehaltene Toilette zu nutzen.

„Wir haben sowohl Toilettenanlagen, die ausschließlich Mädchen zur Verfügung stehen, als auch Toilettenanlagen ausschließlich für Jungen, so dass immer gewährleistet ist, dass Schüler und Schülerinnen eine gleichgeschlechtliche Toilette aufsuchen können“, erklärte Maschlanka gegenüber wndn.de.

Im Hauptgebäude gebe es auf der ersten und zweiten Etage jeweils eine Toilettenanlage ausschließlich für Mädchen. Auch im Pavillon 1 stehe eine entsprechende Mädchentoilette zur Verfügung. Toiletten ausschließlich für Jungen befänden sich unter anderem im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, im ersten Stock des Neubaus sowie im Pavillon 1.

Zusätzlich existiere im Hauptgebäude eine Toilettenanlage, die von Mädchen, Jungen und diversen Personen genutzt werden könne. Nach Angaben der Schulleiterin seien dort die Wände und Türen der einzelnen Toilettenkabinen vom Boden bis zur Decke geschlossen. Dadurch sei die Privatsphäre aller Nutzerinnen und Nutzer gewährleistet.

Maschlanka betonte, dass sich bislang niemand mit einer entsprechenden Beschwerde direkt an die Schule gewandt habe. Da ihr nicht bekannt sei, von wem die Kritik stamme und aus welcher Motivation heraus sie geäußert werde, hoffe sie, dass lediglich ein Missverständnis vorliege.

„Sowohl die Schulleitung als auch der Schulträger haben stets ein offenes Ohr für berechtigte Anliegen unserer Schüler- und Elternschaft“, erklärte sie. Das Vorgehen der besorgten Eltern sei für sie allerdings schwer nachzuvollziehen, da zunächst nicht das direkte Gespräch mit der Schule gesucht worden sei.

Der Vater hält trotz der Erklärung an seiner Kritik fest. Ihm gehe es darum, dass „Schutzräume von Mädchen nicht aufgegeben werden“.

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