Land(auf)Schwung, die Projekte in Hasborn-Dautweiler, Oberkirchen und Remmesweiler gehen in die nächste Phase

Am vergangenen Donnerstag tagte die Lenkungsgruppe des Modellvorhabens Land(auf)Schwung und stellte die Weichen für eine erfolgreiche Weiterführung der bisherigen Projekte.

Die Lenkungsgruppe setzt sich aus Vertretern von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik zusammen und diskutiert in regelmäßigen Abständen über die einzelnen Projekte, die von Land(auf)Schwung gefördert werden.

Neben kurzen Statusberichten aus den Projekten wurde auch über den Trägerwechsel des Projektes „Mitmacher gesucht: Verein(t)“ abgestimmt. Seit Projektbeginn ist der Landessportverband (LSVS) verantwortlich für das Projekt, das sich um die Unterstützung der Vereinslandschaft in ländlichen Regionen kümmert. Auf eigenen Wunsch wird der LSVS seine Trägerschaft ab Sommer zur Verfügung stellen. Die Lenkungsgruppe stimmte dem Antrag der KulturLandschaftsInitiative St. Wendel (KuLanI) zu, die Trägerschaft ab dem 01. Juli 2018 zu übernehmen.

Die Lenkungsgruppe läutete ebenfalls die Testphase für das zukunftsträchtige Modellprojekt „Smartvillage Remmesweiler“ ein, bei dem es gelingen soll, die Lebensmittelnahversorgung mithilfe von Ehrenamt und einer Onlineplattform zu organisieren. Die ersten Bestellungen sollen schon ab dem 26. April ausgeliefert werden. „Wenn dieses Modell nachhaltig Früchte trägt, wäre Remmesweiler bundesweit das erste Dorf, das die Nahversorgung digital gelöst hat“, berichtete Projektmanager Stefan Kunz.

Auch das „Energiedorf Oberkirchen“ darf sich über innovative Lösungen freuen. Dort soll eine Siedlung ganz ohne Schornsteine entstehen. Möglich machen wird das ein sogenanntes „Kaltes Nahwärmenetz“, das mit Übertragungstemperaturen unter 30 Grad Celisus arbeitet. Zum Vergleich: die Temperatur bei herkömmlichen Nahwärmenetzen liegt zwischen 50 und 100 Grad Celsius. „Die Nachfrage ist gigantisch. Wir erleben auch bei den Infoveranstaltungen einen großen Zulauf“, erklärte Uwe Luther, Landkreisdezernent und Mitglied des Zukunft-Energie-Netzwerks.

Beim dritten „Zukunft Dorf“-Teilprojekt handelt es sich um das „Soziale Dorf Hasborn-Dautweiler“. Dort soll zum einen wissenschaftlich evaluiert werden, welche Besonderheiten maßgeblich dafür sind, dass die Rückkehrrate der einst weggezogenen Bürger und Bürgerinnen im Gegensatz zu umliegenden Ortschaften so überdurchschnittlich hoch ist. Ebenso werden die Vereine sowie die Zivilgemeinschaft fit für die Zukunft gemacht. Durch regelmäßig stattfindende Workshops und Seminare sollen die Vereine an die Hand genommen und Finanzierungsformen sowie Methoden zur Mitgliedergewinnung kennenlernen.

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