Vergangenen Freitag, am 19. Januar 2024, fand im Katastrophenschutzzentrum des Landkreises St. Wendel eine Veranstaltung statt, bei der 112 Fluthelfer für ihren herausragenden Einsatz während der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 geehrt wurden. Zugleich erhielten die Hilfsorganisationen wichtige Gerätschaften im Gesamtwert von 580.000 Euro.
Die Eröffnungsreden wurden von Landrat Udo Recktenwald und Staatssekretär Torsten Lang gehalten, die den Fluthelfern ihren aufrichtigen Dank aussprachen, auch im Namen der Landesregierung. Recktenwald betonte, dass es mittlerweile den Eindruck gebe, dass keine Woche vergeht, in der kein Einsatz erforderlich sei. Er erwähnte einen Einsatz des Katastrophenschutzes WND in Niedersachsen sogar an Weihnachten und das unmittelbar darauffolgende Hochwasser im St. Wendeler Land.
Torsten Lang unterstrich in seinem Grußwort die Botschaft, dass man sich darauf verlassen könne, dass die Hilfsorganisationen und die Helferinnen und Helfer in entscheidenden Momenten zur Stelle sind.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden Gerätschaften im Wert von 580.000 Euro an den Katastrophenschutz des Landkreises Sankt Wendel überreicht. Dabei übernahm der Landkreis 330.000 Euro, das DRK 60.000 Euro und das Land steuerte 190.000 Euro bei.
Besonders herausragend ist der Abrollcontainer „Hygiene“, der mit getrennten Toiletten, Duschen und Sitzmöglichkeiten ausgestattet ist und frische Kleidung bereitstellt. Dieser innovative Container ist ein Pilotprojekt und einzigartig in seiner technischen Ausstattung. Ein weiterer Abrollcontainer, „Verpflegung“, wurde mit einer dringend benötigten Küche versehen. Die beiden Container wurden zusammen mit der Firma „Rainbow“ aus Bayern entwickelt. Die Konzipierung basiert auf den Erfahrungen des Katastrophenschutzes in diversen Einsätzen, insbesondere der Flutkatastrophe im Ahrtal.
Zusätzlich erhielt der Katastrophenschutz einen wasserbefüllbaren Abrollcontainer, der die Wasserversorgung sicherstellt und auch bei Waldbränden zum Einsatz kommen kann. Ein Transportfahrzeug der DLRG mit Zugvorrichtung wurde ebenfalls überreicht. Für die Helfer der DLRG ist dieses Fahrzeug ein bedeutendes Upgrade, da bisher nur ein Anhänger zum Transport der Ausrüstung diente – Im neuen Fahrzeug können sich die Helferinnen und Helfer nun auch im Trockenen umziehen.
Insgesamt wurden 112 von 113 geladenen Fluthelfern für ihren mehr als eintägigen Einsatz während der Flutkatastrophe mit Medaillen geehrt. Darunter Helfer der Malteser, der DLRG, des DRK und der Notfallseelsorge. Die Veranstaltung war eine große Anerkennung für die selbstlosen Anstrengungen der Fluthelfer und unterstreicht die Wichtigkeit einer gut ausgestatteten und einsatzbereiten Katastrophenschutzinfrastruktur im Landkreis St. Wendel.













