St. Wendel: Ehrenamtliche geben Tipps gegen ungebetene Besucher

Symbolbild

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit rechnen die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater des Landkreises Sankt Wendel wieder mit einem erhöhten Einbruchsrisiko. Die Zahlen aus dem Saarland unterstreichen die Brisanz: 2025 wurden landesweit 1.163 Wohnungseinbrüche registriert, was einem Anstieg von 38,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Immerhin blieben rund 45 Prozent der Taten im Versuchsstadium – ein Hinweis darauf, dass Sicherungsmaßnahmen wirken können.

Wissenschaftliche Untersuchungen und Befragungen inhaftierter Einbrecher belegen, dass Täter ihre Zielobjekte vor allem danach auswählen, wie gering das Entdeckungsrisiko durch Nachbarn oder Zeugen ist. Bei fast 80 Prozent der Einbrüche verschaffen sich die Täter über die Gebäuderückseite Zugang. Gelingt es ihnen nicht, innerhalb von etwa fünf Minuten ins Haus zu gelangen, brechen sie den Versuch häufig aus Angst vor Entdeckung ab.

Die Seniorensicherheitsberater geben deshalb konkrete Empfehlungen: Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren sollten stets vollständig geschlossen und nach Möglichkeit zusätzlich mechanisch gesichert werden. Haustüren sind grundsätzlich zweifach abzuschließen. Wer länger abwesend ist, sollte die Nachbarn informieren und etwa mit Zeitschaltuhren einen bewohnten Eindruck erzeugen. Rollläden sollten tagsüber nicht dauerhaft geschlossen bleiben, da dies auf eine leerstehende Wohnung hindeuten kann. Schlüssel sollten niemals außerhalb des Hauses versteckt werden. Auch eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern kann abschreckend wirken. Bei verdächtigen Beobachtungen raten die Berater, sofort die Polizei unter 110 anzurufen und keinesfalls zu versuchen, einen Einbrecher selbst aufzuhalten.

Weitere Informationen sowie Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen – auch für Vereine und Gruppen – nimmt das Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel entgegen. Erreichbar ist die Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater unter Tel. 06851 801-5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de.

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