SPD fordert Aufklärung im Streit um Oktoberfest – Diskussion um Wendelskirmes erreicht Stadtrat

SPD Saar - Marc André Müller Foto: Oliver Dietze.

Die Diskussion um die Zukunft des Oktoberfestes im Rahmen der Wendelskirmes sorgt weiter für politische Debatten in St. Wendel (wndn.de berichtete). Die SPD-Stadtratsfraktion fordert nun umfassende Aufklärung durch Bürgermeister Peter Klär.

Nach Angaben der SPD gehe es dabei ausdrücklich nicht um die Frage, ob das Oktoberfest künftig an drei oder vier Tagen stattfinden soll. Vielmehr kritisiert die Fraktion den Umgang mit den betroffenen Vereinen und Veranstaltern.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc André Müller erklärte: „Darüber kann und muss man sprechen. Was wir kritisieren, ist der Eindruck, dass der Bürgermeister Gespräche verweigert und engagierte Vereine vor vollendete Tatsachen stellt.“

Besonders irritierend seien Berichte, wonach Vertreter des veranstaltenden Vereins mehrfach das Gespräch mit Peter Klär gesucht hätten, ohne dass es zu einem persönlichen Austausch gekommen sei.

„Niemand erwartet, dass der Bürgermeister jede Forderung erfüllt. Aber die Menschen dürfen erwarten, dass ihr Bürgermeister ihnen zuhört“, so Müller weiter.

Nach Angaben der SPD habe Müller inzwischen selbst das Gespräch mit einem Verantwortlichen geführt, der in die Planungen eingebunden sei. Die dabei geschilderten Abläufe hätten ihn „sehr irritiert“.

Wörtlich erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende: „Wenn die Darstellung zutrifft, geht es hier längst nicht mehr nur um die Frage von drei oder vier Veranstaltungstagen, sondern um die Art und Weise, wie mit Vereinen, Ehrenamtlichen und lokalen Unternehmern umgegangen wird.“

Zusätzlichen Klärungsbedarf sieht die SPD bei Hinweisen, wonach aus der Rathausspitze heraus bereits Gespräche mit möglichen alternativen Veranstaltern geführt worden sein sollen.

„Falls hinter dem Rücken der bisherigen Organisatoren bereits nach Alternativen gesucht wurde, wäre das kein vertrauensvoller Umgang mit den Menschen, die sich seit Jahren für die Wendelskirmes engagieren“, erklärte Müller.

Die SPD kündigte an, das Thema im Stadtrat anzusprechen und den Bürgermeister zur Offenlegung der Vorgänge aufzufordern.

„Die Wendelskirmes ist eines der wichtigsten Feste unserer Stadt. Sie lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, Vereine, Schausteller, Gastronomen und Unternehmer. Gerade deshalb braucht es jetzt Transparenz, Dialog und einen respektvollen Umgang mit allen Beteiligten. CDU und Pro WND sollten ihren Einfluss als Koalitionspartner nutzen und Peter Klär dazu bewegen, endlich das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. Was St. Wendel in dieser Situation nicht braucht, sind Kommunikationsabbrüche und Misstrauen. Was wir jetzt brauchen, ist ein Bürgermeister, der moderiert, vermittelt und die Beteiligten an einen Tisch bringt“, so Müller abschließend.

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