Persönlichkeiten im St. Wendeler Land – 10 Fragen an… Markus Tröster

Markus Tröster

Mit unserer Reihe „10 Fragen an“ stellen wir Menschen aus dem St. Wendeler Land vor. Heute sprechen wir mit Markus Tröster.

wndn.de: Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Markus Tröster: Mein Name ist Markus Tröster. Ich bin 30 Jahre jung und ehrenamtlicher Dienststellenleiter des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband St. Wendel. Dort bin ich seit über 20 Jahren Mitglied. Ich bekleide auch weitere THW-Funktionen auf Kreis- und Landesebene.

Angestellt bin ich beim saarländischen Innenministerium und dort als Bürgerbeauftragter tätig. Zuvor war ich sechseinhalb Jahre im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, u.a. in meinem erlernten Beruf als Mediengestalter, beschäftigt.

In den rar gesäten freien Zeiten wandere, sauniere, koche und jogge ich sehr gerne.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus?

Von Montag bis Freitag heißt es früh aufstehen, nach Saarbrücken ins Büro fahren und danach in St. Wendel und auf Terminen bundesweit den vielfältigen Aufgaben für das THW nachgehen. Oftmals sitze ich dafür am PC. Das Telefon klingelt sehr oft. Der Ausgleich durch Bewegung oder Aktivitäten mit meiner Partnerin und Freunden ist mir deshalb wichtig. Am Wochenende muss ich zwar nicht zur Arbeit, dafür finden aber allerhand THW-Termine statt, die nicht selten das ganze Wochenende „verschlingen“. In diesem Jahr sind „dank“ Corona Wanderungen mit meiner Partnerin, Familie und Freunden ein schöner Ausgleich. Bisher haben wir neun Touren unternommen. Mal sehen, welche Zahl am Ende des veranstaltungsarmen Jahres stehen wird. Wegen der Pandemie ist mein Kalender leerer geworden – ein verlorengegangenes und gutes Gefühl. Eine der wenigen positiven Eigenschaften des Virus.

Was ist das Beste an Ihrer Arbeit?

Es tut gut, zusammen mit den gleichgesinnten Kameraden ständig an einem Ziel zu arbeiten: Dann professionelle Hilfe bieten zu können, wenn eine Not es erforderlich macht. Ich habe bei Einsätzen und Veranstaltungen bisher viel erleben und fürs Leben lernen dürfen. Das sind tolle Erfahrungen, denen ich woanders nie begegnen werde.

Was ist manchmal nicht so toll an Ihrem Job?

Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieses Ehrenamt nicht mehr so verstanden wird, wie das vor einigen Jahren der Fall war. Das macht müde und kostet zu viel Kraft. Statt unseren Aufgaben nachzugehen, müssen wir verstärkt Verwaltung machen. Man ist Mitglied, um etwas für das Gemeinwesen zu tun. Diese Hauptaufgabe tritt dadurch mehr und mehr in den Hintergrund. Mein Blick in die Zukunft zeigt ein großes Fragezeichen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Ehrenamt in einigen Jahren noch attraktiv genug ist. Mein großer Wunsch wäre es.

Was mögen Sie besonders am St. Wendeler Land?

Der Landkreis ist für mich die Perle des Saarlandes. Meine Geburts- und Heimatstadt St. Wendel ist mir ans Herz gewachsen. Hier gibt es (wenn uns gerade keine Pandemie heimsucht) viele und unterschiedliche Veranstaltungen, die Spaß und Freude machen. Hier ist immer und für jeden Geschmack etwas los. Besonders gern mag ich den St. Wendeler Schlossplatz. Ein Ort zum Wohlfühlen. Zum Wandern hat der Landkreis einige tolle Wege und attraktive Wälder. Der Bostalsee ist ein Magnet für jeden, der sich wie im Urlaub fühlen möchte. Außerdem gibt’s hier mit der Marke „Charlotte“ das beste Eis der Welt. Zum Hauptgang empfehle ich allerdings einen Burger von „Bruder Jakob“. Dann bist du seelig!

Was würden Sie gerne verbessern?

Der Einzelhandel in der Innenstadt von St. Wendel könnte belebter sein. Es gibt so viele tolle Angebote, die leider schlecht angenommen werden, weil viele Menschen digital und bequem einkaufen. Das leert die Einkaufsstraßen und führt zu verwahrlosten Leerständen.

Was ist Ihr Lieblingsort/Geheimtipp im St. Wendeler Land?

Meine Lieblingsorte sind der St. Wendeler Schlossplatz, die Altstadt und das Golfhotel, weil man dort einen tollen Ausblick hat.

Auf welches digitale „Tool“ würden Sie nie mehr verzichten wollen?

Am liebsten würde ich auf alle digitalen Tools verzichten, weil sie einem Zeit und Persönlichkeit rauben. Ich habe mir angewöhnt, im Urlaub das Smartphone ausnahmslos abzuschalten. Und plötzlich hat der Tag wieder 24 Stunden…

Wer ist Ihr großes Vorbild?

Es gibt so einige Menschen, die mich geprägt und in meinem Leben bahnbrechende Spuren hinterlassen haben. Denen, allen voran meiner Familie und meiner Partnerin, bin ich sehr dankbar. Ein klassisches Vorbild habe ich aber nicht. Vermutlich weil ich im Nachahmen sehr schlecht bin bzw. sein möchte, weil ich meine persönliche Note hinterlassen will. Es gibt nur eine Ausnahme: Das Geräusch des blauen Elefanten der „Sendung mit der Maus“. Da bin ich unschlagbar.

Was gibt Ihrem Leben die besondere Würze?

Das klingt jetzt selbstverliebt, ist aber tatsächlich mein selbstgemachtes Salat-Dressing.

Wie würden Sie die „St. Wendeler Mentalität“ beschreiben?

Lebensfroh, dankbar, gemeinschaftlich und zielstrebig.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on telegram

ANZEIGEN