Die Junge Union im Kreisverband Sankt Wendel fordert von der Linksjugend eine öffentliche Distanzierung nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht. Hintergrund ist ein Zeitungsfoto, auf dem Teilnehmer mit erhobenem Zeigefinger – dem sogenannten Tauhid-Finger – zu sehen sind.
Die Junge Union sieht darin eine problematische Symbolik. In einer Stellungnahme erklärt der Kreisverband, der Tauhid-Finger sei „kein neutrales Handzeichen“, sondern werde seit Jahren auch von salafistischen, islamistischen und terroristischen Gruppierungen zur Selbstdarstellung genutzt.
Der Vorsitzende der Jungen Union im Kreisverband St. Wendel, Johannes Haupenthal, erklärte: „Gerade der erhobene Zeigefinger ist längst nicht nur ein privates Glaubenssymbol. In seiner öffentlichen Inszenierung ist er auch Teil einer Bildsprache, die von radikalen Islamisten missbraucht wird.“
Weiter sagte Haupenthal: „Wer diese Symbolik auf einer Demonstration verwendet, muss erklären, was damit gemeint sein soll und sich eindeutig von jeder Form von religiösem Extremismus distanzieren.“
Besonders kritisch bewertet die Junge Union, dass die Geste im Rahmen einer Demonstration gegen die Wehrpflicht gezeigt worden sei. „Wer gegen Militarisierung demonstriert, sollte keine Symbolik verwenden, die von gewaltbereiten Extremisten und Terrororganisationen für ihre Propaganda vereinnahmt wurde“, so Haupenthal weiter.
Auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der JU St. Wendel, Arthur Schloß, äußerte deutliche Kritik. Er sprach von möglichen „antisemitischen Tendenzen innerhalb der Linken“ und forderte eine klare Einordnung des Vorfalls.
Die Junge Union fordert die Linksjugend in St. Wendel sowie die Die Linke Saar auf, öffentlich Stellung zu beziehen. Es müsse klargestellt werden, ob die abgebildeten Personen bewusst mit dieser Symbolik aufgetreten seien.
„Demokratischer Protest braucht klare Haltung“, erklärte Haupenthal abschließend. Wer sich gegen Wehrpflicht und Militarisierung positioniere, dürfe „nicht gleichzeitig mit Gesten auftreten, die von Feinden unserer freiheitlichen Ordnung vereinnahmt werden“.





