Gewerkschaft mahnt Arbeitgeber im Kreis St. Wendel zur „Getränke-Flatrate“ bei Sommerhitze

Foto: IG BAU | Florian Göricke

Wer im Landkreis St. Wendel unter freiem Himmel arbeitet, sollte sich konsequent vor der Sonne schützen. Darauf macht die IG BAU Saar-Trier aufmerksam und nennt als zentrale Formel die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten. Besonders wichtig sei das regelmäßige Eincremen mit Lichtschutzfaktor 50 – und zwar alle zwei Stunden. „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, rät die Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier, Ute Langenbahn.

Die Warnung richtet sich an Maurer, Straßenbauer und Dachdecker ebenso wie an Landschaftsgärtnerinnen oder Erntehelfer. Langenbahn betont: „Es ist wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen.“ Dabei sei freier Oberkörper bei der Arbeit keine gute Idee: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, so die Gewerkschafterin. Für die entsprechende Schutzkleidung müsse der Arbeitgeber sorgen.

Gleiches gelte für ausreichend Getränke. „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Langenbahn. Sie fordert alle Arbeitgeber im Landkreis St. Wendel auf, eine „Getränke-Flatrate“ bereitzustellen, wenn Beschäftigte tagsüber draußen arbeiten. Bei schwerer körperlicher Arbeit in großer Hitze empfiehlt die Gewerkschaft drei bis fünf Liter pro Tag. „Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal sind Wasser und kalte Tees“, so Langenbahn.

Darüber hinaus seien regelmäßige Pausen im Schatten wichtig – etwa unter einem Sonnensegel. „Außerdem sollten Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden“, rät die Bezirksvorsitzende. Die IG BAU empfiehlt zudem allen Beschäftigten, die regelmäßig im Freien arbeiten, einmal jährlich einen Hautkrebs-Check beim Hautarzt wahrzunehmen. Praktische Tipps zum Sonnen- und Hitzeschutz bietet die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) unter www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/individueller-sonnen-und-hitzeschutz an.

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