Wir wünschen euch einen schönen ersten Mai. Der heutige Feiertag steht für viele Menschen für lange Wanderungen in kleinen und großen Gruppen, dazu das eine oder andere kühle Getränk und den Tag gemeinsam an der Destination seiner Wahl – in unserem Landkreis ist das häufig der Bostalsee – mit Freunden ausklingen zu lassen. Doch weshalb wurde der erste Mai eigentlich zum Feiertag ernannt? Wohl eher nicht, um wandern und Bier trinken zu gehen. Wir feiern heute den „Tag der Arbeit“.
Der „Tag der Arbeit“ findet seinen Ursprung vor weit über 100 Jahren. Bereits seit dem Jahr 1890 gilt der 1. Mai in Deutschland und Europa als „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Davor wurde ihm bereits in den USA seine Bedeutung verliehen. Am 01. Mai 1886 streikten dort rund 400.000 Arbeiter in verschiedenen Städten und forderten den Acht-Stunden-Tag und bessere Arbeitsbedingungen. Demonstranten sowie Polizisten verloren dabei bei gewalttätigen Auseinandersetzungen ihr Leben. In Europa beschloss entschied man sich 1890, sich den Plänen für eine internationale Demonstrationen anzuschließen, u.a. um den Opfern zu gedenken und für die Rechte der Arbeiterklasse zu demonstrieren.
Im Saarland streikten die Bergleute erstmalig 1889. Auch sie forderten den Acht-Stunden-Tag und einen Mindestlohn von vier Mark am Tag. Ebenso sollte die Regel abgeschafft werden, dass sie während ihrer Arbeitszeit im Bergwerk eingesperrt wurden. Geleitet wurde der erste große Streik saarländischer Bergleute von dem 1851 in Hasborn geborenen Nikolaus Warken. Erst gestern fand in der Gemeinde Tholey eine Gedenkveranstaltung zu seinen Ehren statt. Die Bergleute ließen seinen Gradstein damals mit der Aufschrift „Dem wackeren Vorkämpfer für unseres Standes Schutz und Recht, in Dankbarkeit und Verehrung gewidmet. Die christlichen Bergarbeiter.“ errichten.




