Technisches Hilfswerk veranstaltete ersten Anforderertag – Behörden und Organisationen knüpften wichtige Kontakte

Foto: THW / Alessandro Geßner

Das Technische Hilfswerk (THW) in St. Wendel hat erstmals einen sogenannten Anforderertag durchgeführt. Die Veranstaltung am 30. Mai brachte etwa 50 Vertreter verschiedener Behörden, Organisationen und Einrichtungen zusammen, um die Einsatzmöglichkeiten des örtlichen THW kennenzulernen.

Die Idee hinter dem Treffen: Wer sich im Ernstfall gegenseitig unterstützen soll, muss sich vorher kennen. Vertreter von Kommunen, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und weiteren Behörden informierten sich über die technischen und personellen Kapazitäten des Ortsverbandes. Martin Klees, der Ortsbeauftragte, eröffnete die Veranstaltung am Samstagmorgen. Einige Teilnehmer kannte man bereits aus gemeinsamen Einsätzen, viele neue Gesichter waren aber auch dabei.

Werner Roth, Fachberater des THW, erklärte zunächst die Grundlagen: Wie funktioniert die Bundesanstalt, welche Aufgaben hat sie im Bevölkerungsschutz und wie können andere Organisationen THW-Kräfte anfordern? Auch praktische Fragen zu Einsatzabläufen, Alarmierungswegen und Abrechnungen wurden geklärt. Danach ging es in Kleingruppen zu sechs verschiedenen Stationen. Die Besucher lernten den Zugtrupp, die Bergungsgruppe sowie die Fachgruppen für Notversorgung und Notinstandsetzung, Räumen und Elektroversorgung kennen. Die ehrenamtlichen Helfer zeigten ihre Ausrüstung und schilderten typische Einsätze. Besonders interessant war auch die Arbeit des Baufachberaters, der nach Unfällen, Bränden oder Unwettern Gebäudeschäden beurteilt.

Die Veranstaltung macht deutlich: Angesichts von Naturkatastrophen, Stromausfällen und anderen Gefahrenlagen wird die Vernetzung im Bevölkerungsschutz immer wichtiger. Das THW verfügt bundesweit über 88.000 ehrenamtliche Helfer in 669 Ortsverbänden. Sie leisten jährlich Hunderttausende Einsatzstunden bei Hochwasser, Waldbränden, Sturmschäden und Infrastrukturproblemen. Der Anforderertag in St. Wendel hat gezeigt, dass erfolgreiche Katastrophenhilfe schon vor dem Ernstfall beginnt – durch persönliche Kontakte und das Wissen über gegenseitige Fähigkeiten.

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