Taschendiebstahl im Saarland steigt um 18 Prozent – Polizei und Seniorenbüro informieren über Schutzmaßnahmen

Symbolbild

Mitten in der Sommerreisezeit warnen die Polizei und die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater des Landkreises Sankt Wendel vor Taschendiebstahl. Besonders an belebten Orten wie Bahnhöfen, Flughäfen und touristischen Sehenswürdigkeiten schlagen Langfinger häufig zu. Die Beteiligten haben daher eine Reihe praktischer Hinweise zusammengestellt, mit denen sich Reisende besser schützen können.

Die Zahlen zeigen, wie groß das Problem ist: Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2025 im Saarland 1.294 Fälle von Taschendiebstahl registriert – ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur 4,8 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass viele Betroffene den Diebstahl erst mit deutlicher Verzögerung bemerken. Die Täter agieren häufig international und grenzüberschreitend in Europa. Auch Jugendliche geraten dabei gelegentlich in den Fokus der Kriminellen.

Die Experten raten dazu, Kopien wichtiger Reisedokumente wie Pass, Flugtickets, Kreditkarten und Impfausweis anzufertigen und getrennt vom Original im Gepäck aufzubewahren. Angehörige oder Freunde sollten über die Reisedaten informiert werden. Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente sollten möglichst direkt am Körper getragen werden, etwa in einem Gürtel- oder Brustbeutel unter der Kleidung. Bargeld empfehlen die Berater auf das Nötigste zu reduzieren und nicht offen zu zeigen.

Wertgegenstände und Ausweispapiere sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben. Bei Busreisen raten die Fachleute davon ab, Wertsachen im Fahrzeug zurückzulassen – es sei denn, der Fahrer oder zuverlässige Begleitpersonen bleiben vor Ort. An Bahnhöfen gilt es, das Gepäck stets im Blick zu behalten und Handtaschen verschlossen an der Körpervorderseite zu tragen.

Wer unterwegs Kredit- oder Bankkarten nutzt, sollte unsichere Geldautomaten meiden und die PIN keinesfalls im Portemonnaie aufbewahren. Bei Kartenverlust empfiehlt es sich, die Karte umgehend sperren zu lassen. In Deutschland steht dafür der bundesweite Sperr-Notruf unter der Nummer 116 116 zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Interessierte – auch Vereine und Gruppen – bei der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel. Dort können auch kostenfreie Vorträge und Beratungen angefragt werden. Die Kontaktdaten lauten: Telefon 06851 801-5201, E-Mail: seniorenbuero@lkwnd.de.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/