Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald schreibt gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten zum ersten Mal Forschungsstipendien aus. Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind aufgerufen, sich bis zum 15. Juli mit ihren Forschungsvorhaben zu bewerben. Pro Jahr werden zwei Stipendien in Höhe von jeweils 1.500 Euro vergeben.
Gesucht werden Arbeiten aus dem naturwissenschaftlichen Bereich, etwa zum Artenschutz, aber auch aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich. Eingereicht werden können Diplom-, Bachelor-, Master- und PhD-Arbeiten von Universitäten und Fachhochschulen. Voraussetzung ist, dass das Thema einen Bezug zum Nationalpark hat und die Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Schutzgebiet entsteht. Eine Liste möglicher Themenbereiche steht online bereit, darüber hinaus sind aber auch eigene Themenvorschläge willkommen.
Dr. Martin Mörsdorf, stellvertretender Amtsleiter und Leiter der Abteilung Forschung, Biotop- und Wildtiermanagement, wirbt für das neue Angebot: „Wir freuen uns über die Bewerbung von jungen WissenschaftlerInnen und hoffen auf spannende Forschungsarbeiten und innovative Ideen, die einen thematischen Bezug zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald herstellen.“
Dr. Jan Rommelfanger, Leiter der Abteilung für Umweltbildung, Naturerleben, Regionalentwicklung und Nationalpark-Tore, sieht vor allem im sozialwissenschaftlichen Bereich Nachholbedarf: „Neben der bereits starken Erforschung im naturwissenschaftlichen Gebiet, wünsche ich mir mehr Arbeiten im sozialwissenschaftlichen Bereich, wie beispielsweise zur Umweltbildung, den Besucherangeboten, der regionalen Entwicklung und den Toren.“
Für die Bewerbung gelten mehrere Bedingungen: Das Thema muss von der jeweiligen Hochschule bereits akzeptiert sein. Mit der Umsetzung darf bereits begonnen worden sein, abgeschlossene Arbeiten werden jedoch nicht berücksichtigt. Eine Förderung durch andere Geldgeber schließt die Teilnahme aus. Die Forschungsergebnisse und -daten müssen dem Schutzgebietsmanagement zur Verfügung gestellt werden, wobei das Recht zur wissenschaftlichen Publikation bei den Autorinnen und Autoren verbleibt. Zudem muss die fertige Arbeit frei öffentlich zugänglich gemacht werden, etwa auf der Homepage des Nationalparks, der Universität oder auf Plattformen wie SSOAR oder Researchgate.
Einzureichen sind ein Lebenslauf, ein Exposé der Arbeit inklusive Übernahmebestätigung des Themas sowie eine Betreuungszusage der betreuenden Person an der jeweiligen Hochschule. Bei der Auswahl bewertet ein Gremium aus Nationalpark-Verwaltung, Nationalpark-Beirat und Ministerium unter anderem die Relevanz für Forschung und Monitoring, die Anwendbarkeit der Ergebnisse für das Management sowie den Beitrag zur Evaluation der Zielerreichung im Nationalpark. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt Anfang August 2026, die Auszahlung nach schriftlicher Vereinbarung und Abschluss der Arbeit.
Die Bewerbungsunterlagen sind per E-Mail an stephanie.korb@nlphh.de zu senden. Alle weiteren Informationen und Bewerbungsvoraussetzungen finden sich unter https://www.nlphh.de/forschungsstipendien/.





