Stanislaw Chomicki – In jedem Ende ein Anfang

Auch in diesem Jahr stellt das Kunstzentrum Bosener Mühle (KBM) in der Kategorie „Künstlerische Fotografie“ eine besondere Persönlichkeit in das Zentrum einer One-Man-Show. Der 1957 in Lubartów /Polen geborene Fotograf Stanislaw Chomicki lehrt an der Hochschule RheinMain Wiesbaden, im Fachbereich Kommunikationsdesign.

Zwei Werkgruppen sind im KBM zu sehen. „In jedem Ende ein Anfang“ beschäftigt sich mit dem Vergehen sowie seiner Transformation in etwas Neues. Dieses Neue zeigt sich in der Ausstellung in Form vonFotografien, die es zu entdecken gilt. Eine zweite Werkgruppe präsentiert seine prämierten „Pinhole Towers“.

In verblüffenden Meisterschaft gelingt es Chomicki, uns die Skyline dominierenden Hochhäuser Frankfurts, in einer entrückten Aura zu zeigen. Vergangenheit und Zukunft spiegeln sich in einer Atmosphäre, wie sie auch in den Stadtansichten von Fritz Langs „Metropolis“ zu sehen sind.

Das Besondere, unabhängig von Bildfindung und Komposition, liegt in der Verwendung einer selbstgebauten Lochkamera, mit der alle diese Fotografien entstanden sind. Dieses Werkzeug ist für sich genommen schon ein Statement gegen Quantität und die inflationäre Bilderflut, mit der sich unsere Sinne tagein tagaus auseinandersetzen müssen.

Mit rund 60 Exponaten gewährt der Fotograf einen Einblick in sein künstlerisches Werk. Stanislaw Chomicki wird bei der Vernissage zu dieser Ausstellung anwesend sein. Auch wird, um dem interessierten Laien eine Vorstellung von „Pinhole-Fotografie“ zu vermitteln, eine entsprechende Kamera in der Ausstellung gezeigt.

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