Basketballspielerin Hanna Hohe und Unified Partner Jesse Veit entzündeten am Montagabend um 21.34 Uhr im Saarbrücker Ludwigsparkstadion vor rund 16.000 Zuschauern die Flamme der Hoffnung. Gut zehn Minuten zuvor hatte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland offiziell für eröffnet erklärt. Insgesamt nehmen 4.300 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland und zwölf weiteren Nationen an dem größten inklusiven Multisport-Event des Landes teil, das in 27 Sportarten ausgetragen wird.
Moderiert wurde der Abend von Daniela Ulbing und Mark Solomeyer, dem früheren Vizepräsidenten und Athletensprecher von Special Olympics Deutschland (SOD), der heute Ehrenmitglied des Präsidiums ist. Beide würdigten sämtliche Gästegruppen – angefangen bei den Athletinnen und Athleten als Herzstück der Spiele über die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft bis hin zu den Ehrenamtlichen mit SOD-Präsidentin Christiane Krajewski an der Spitze. Die aktuellen Athletensprecherinnen und -sprecher Mirjam Prahst und Dennis Mellentin tauschten sich im Gespräch mit Krajewski aus. „Mit Special Olympics kann ich die Welt ein klein wenig besser machen, Special Olympics will ich nicht missen“, sagte Prahst. Mellentin entgegnete: „Das musst du gar nicht, jetzt feiern wir hier die Spiele, im nächsten Jahre fahren wir zu den Weltspielen in Chile.“ Krajewski, die seit 2014 an der Spitze von SOD steht, zeigte sich bewegt: „Was für ein tolles Gefühl, mit euch beiden, hier oben zu stehen.“ Ihr Ziel formulierte sie klar: „Sport vor Ort für alle Menschen mit Beeinträchtigungen.“
In einer Talkrunde kamen drei verschiedene Perspektiven zu Wort: Der niedersächsische Athletensprecher Kevin Struß vertrat die Sicht der Sportlerinnen und Sportler, Jean-Claude Hehn, Präsident des Gemeindeverbands Forbach Porte de France, beleuchtete die europäische Dimension, und der saarländische Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost, sprach als politischer Gastgeber. SOD-Präsidentin Krajewski hatte Jost zuvor herzlich für seine Arbeit für die Spiele gedankt.
Stellvertretend für alle Teilnehmenden legten Hanna Hohe und Jesse Veit den Special Olympics Eid ab: „Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ Den Eid für die Trainerinnen und Trainer sprach Michaela Haupenthal, den für die Kampfrichterinnen und Kampfrichter legte Frank Bischoff ab.
Ein besonderer Moment folgte, als Fallschirmspringer mit den Special-Olympics-Flaggen nach einem spektakulären Anflug im Innenraum des Stadions landeten. Anschließend trugen Hohe und Veit die weiße Flagge gemeinsam zur Bühnenmitte und hissten sie – ein Bild mit Symbolwirkung: Athletin und Unified Partner, Mensch mit und ohne Behinderung, als gleichberechtigtes Team.
Zum Song „We are family“ liefen die Vertretungen der Bundesländer und der internationalen Delegationen ins Stadion ein, den Abschluss bildete der Gastgeber Saarland. Die 27 Sportarten wurden mit Symbolen und den jeweils ausrichtenden Städten vorgestellt. Die Sportart Schwimmen wird dabei im französischen Forbach ausgetragen, keine zehn Kilometer Luftlinie von Saarbrücken entfernt – ein Zeichen für den europäischen Gedanken des Saarlandes. Ein buntes Showprogramm mit einem Live-Auftritt von T-seven, der Live-Band Dynamic Lounge Saarbrücken, der Special Olympics Hymne, Video-Einspielungen und weiteren Show-Einlagen rundete die Eröffnungsfeier ab.





