Das Museum St. Wendel lädt herzlich zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt St. Wendel ein. Die feierliche Eröffnung findet am Sonntag, den 26. November 2023, um 11 Uhr statt.
Die Ausstellung erstreckt sich über etwa 150 Quadratmeter und präsentiert eine Fülle von Themeninseln zur Stadt- und Kunstgeschichte. Im Mittelpunkt stehen historische Persönlichkeiten der Stadt, darunter die Malerin Mia Münster, ergänzt um weitere Persönlichkeiten aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert. Die Ausstellung legt besonderen Wert auf die Darstellung des Lebens und Wirkens dieser Persönlichkeiten, wodurch kulturhistorische und stadtgeschichtliche Aspekte beleuchtet werden.
Die neu gestaltete Ausstellung beinhaltet unter anderem Porträtmalerei, Pastelltechnik, den Übergang von der Pastellmalerei zur Fotografie, Kinderporträts, Bronzeguss und Mode. Ein besonderes Highlight ist die größte Sammlung von Pastellporträts von Nikolaus Lauer (1753-1824) und seinen Schülern, die nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die Porträts bieten Einblicke in den gesellschaftlichen Wandel der damaligen Zeit.
Die Ausstellung würdigt auch den Komponisten Philipp Jakob Riotte (1776-1856), der in den 1830er Jahren einer der am häufigsten aufgeführten Komponisten in Wien wurde. Besondere Aufmerksamkeit gilt seinen Klarinettenkonzerten und der Musik für Kinderballette. Originalpartituren, darunter eine Sonate für Klavier und Violine, werden ausgestellt und können an einer Hörstation erlebt werden.
Ein weiterer faszinierender Abschnitt widmet sich der Lebensgeschichte der Herzogin Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1800-1831), die nach St. Wendel verbannt wurde. Erhaltene Briefe von Luise und ein Stopp-Motion-Film von Lydia Kaminski geben Einblicke in das Leben der Herzogin in einem bürgerlichen Umfeld.
Selbstverständlich wird auch der Namensgeber der Stadt, der heilige Wendelin, in einem eigenen Ausstellungsteil gewürdigt. Seine Bedeutung für die Stadtentwicklung, das religiöse Leben und die damit verbundenen Traditionen stehen im Fokus.
Die Ausstellungskonzeption und Umsetzung erfolgten in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Anja Kalinowski. Die moderne Ausstellungsarchitektur, entworfen vom Büro für Museumsgestaltung Schwarz-Düser (Karlsruhe), bietet mit analogen Mitmachstationen, Sitzgelegenheiten und individueller Wegführung eine abwechslungsreiche Vermittlung für alle Altersgruppen.
Öffnungszeiten des Museums:
- Dienstag, Mittwoch und Freitag: 10.00 – 16.30 Uhr
- Donnerstag: 10.00 – 18.00 Uhr
- Samstag: 14.00 – 16.30 Uhr
- Sonntag: 14.00 – 18.00 Uhr
Feiertage (einschließlich Ostermontag und Pfingstmontag): 14.00 – 18.00 Uhr



