St. Wendel: MINT – Neue Wahlmöglichkeit am Cusanus-Gymnasium

Jana Angel aus der iPad-Klasse (Foto: Thorsten Kunz)

St. Wendel. MINT ist mehr als eine Farbe, denn im Kanon der schulischen und universitären Fächer steht MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und taucht auf der Homepage zahlreicher Schulen als Qualitätsmerkmal auf. Das Cusanus-Gymnasium St. Wendel bietet ab dem kommenden Schuljahr einen echten MINT-Zweig an und verfügt somit über ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis St. Wendel.

„Mit dem MINT-Zweig können wir das Angebot des Cusanus-Gymnasiums erweitern. Dadurch können wir unseren Schülerinnen und Schülern neben den weiterhin bestehenden Angeboten im sprachlichen, im sportlichen und im musikalischen Bereich auch eine fundierte Grundbildung in der zukunftsbestimmenden Informatik anbieten“, freut sich Schulleiter Dr. Martin Wagner über die Zustimmung der Schulkonferenz zur Neuerung an seiner Schule. Die Umwandlung des bisherigen naturwissenschaftlichen Zweiges in den MINT-Zweig wird ab Klasse 8 relevant. Für die Schülerinnen und Schüler, welche den neuen Zweig wählen, bedeutet dies, dass in den Klassenstufen 8 und 9 Informatik als zweistündiges Unterrichtsfach in den Stundenplan aufgenommen wird. Möglich wird dies, indem die Stunden in Biologie im Vergleich zu vorher gekürzt werden. „Da es sich um zusätzliche Inhalte handelt, welche entfallen, sind die Schülerinnen und Schüler des MINT-Zweiges am Ende der zwei Jahre dennoch mit allen anderen auf einem Wissensstand“, beugt Thorsten Kunz, Informatiklehrer am Cusanus-Gymnasium St. Wendel, Missverständnissen vor. Keines der übrigen Fächer entfalle, es verändere sich lediglich der Schwerpunkt. „Die Schülerinnen und Schüler des MINT-Zweiges sitzen keineswegs ausschließlich an den Rechnern und programmieren. Vielmehr nimmt die Arbeit am PC allenfalls ein Viertel der zwei Jahre ein.

In der verbleibenden Zeit stehen unter anderem Datensicherheit und –geheimhaltung auf dem Lehrplan“, so Kunz weiter. Man arbeite mit Lego EV3-Robotern, auf die sich zahlreiche Alltagsphänomene der Zukunft herunterbrechen und übertragen ließen. „Unser Ziel ist es, die Schüler damit auf die zunehmende Digitalisierung im späteren Berufsleben und im Alltag vorzubereiten“, fasst Kunz die Intention der Neuerung zusammen. Zudem sei die Einführung des Schulfaches Informatik aber auch eine Reaktion auf die anhaltend große Nachfrage der Schülerinnen und Schüler. „Wir sind die einzige Schule im Landkreis, die Informatik als fünfstündigen Leistungskurs anbietet“, erklärt Oberstufenleiter Dirk Bermann. „Die Hälfte unserer Schüler in den Klassenstufen 10, 11 und 12 belegen das Fach als Wahl- oder Pflichtkurs. Da ist es nur konsequent, wenn wir bereits in der Mittelstufe eine solide Basis legen und versuchen, den Interessen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Es handelt sich um ein zusätzliches Angebot für alle Interessierten. Für alle anderen bleibt alles beim Alten.“

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