Neues Heizungsgesetz bringt strengere Vorgaben für fossile Heizungen

Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) will die Bundesregierung neue Regeln für Öl- und Gasheizungen einführen. Zwar sollen Eigentümer künftig wieder grundsätzlich frei entscheiden können, welche Heizungsart sie einbauen. Für neue fossile Heizungen gilt jedoch künftig die sogenannte „Bio-Treppe“.

Das Gesetz soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz ersetzen und voraussichtlich im Herbst 2026 in Kraft treten. Ziel der Bundesregierung bleibt nach eigenen Angaben ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2045.

Die Bio-Treppe verpflichtet Eigentümer neuer Öl- und Gasheizungen dazu, schrittweise klimafreundliche Brennstoffe beizumischen. Dazu zählen unter anderem Biomethan, Bioöl oder Wasserstoff. Vorgesehen sind folgende Stufen:

  • ab 2029: mindestens zehn Prozent
  • ab 2030: mindestens 15 Prozent
  • ab 2035: mindestens 30 Prozent
  • ab 2040: mindestens 60 Prozent

Wer also beispielsweise 2027 eine neue Gasheizung installiert, muss ab 2029 einen Liefervertrag abschließen, der einen Anteil von zehn Prozent biogenen Gasen garantiert. Für Ölheizungen gelten vergleichbare Vorgaben mit Bioöl.

Schon heute seien entsprechende Produkte am Markt erhältlich. So könnten Verbraucher bereits Heizöl mit Bioöl-Anteil oder Gastarife mit Biogas-Anteil wählen. Allerdings gelten diese Angebote als teurer als klassische fossile Brennstoffe. Verbraucherschützer warnen deshalb vor steigenden Kosten und möglichen Engpässen bei der Versorgung mit grünen Brennstoffen.

Kontrolliert werden soll die Einhaltung der Bio-Treppe in der Regel durch den Schornsteinfeger. Wer die vorgeschriebenen Beimischungsquoten nicht erfüllt, muss laut Entwurf mit Bußgeldern rechnen. Diese könnten – ähnlich wie im bisherigen Gebäudeenergiegesetz – bis zu 50.000 Euro betragen.

Auch für Vermieter sieht das Gesetz neue Regelungen vor. Wer künftig eine neue Öl- oder Gasheizung in vermieteten Immobilien einbaut, soll sich an den Betriebskosten beteiligen. Dazu zählen unter anderem CO₂-Kosten, Netzentgelte sowie teilweise die Mehrkosten der Bio-Treppe.

Kritiker sehen darin ein finanzielles Risiko. Hintergrund sind steigende CO₂-Preise, mögliche Engpässe bei biogenen Brennstoffen und unsichere Entwicklungen am Energiemarkt. Besonders bei Gasheizungen könnten die langfristigen Kosten schwer kalkulierbar werden.

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