Deutschland steht nach einer beispiellosen Hitzewelle im Juni offenbar vor einem extrem heißen und trockenen Sommer. Mehrere Temperaturrekorde wurden bereits gebrochen, vielerorts wurden die Bürger zum Wassersparen aufgefordert. Meteorologe Jörg Kachelmann brachte die Lage auf der Plattform „X“ auf den Punkt: „Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas.“ Neue monatliche Prognosen des europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) würden kaum Hoffnung geben – auch für August sehe es laut Kachelmann „ziemlich katastrophal“ aus.
Kritisch wird es allerdings mit Blick auf die kommenden zwei Wochen. Viele Regionen Deutschlands könnten laut Wetter-Experte Karsteb Brandt keinen einzigen Tropfen Regen abbekommen – und gleichzeitig verdunsten täglich zehn oder mehr Liter Wasser pro Quadratmeter. „Dann reden wir noch mal völlig anders über die Lage“, warnt er in der BILD-Zeitung. In weiten Teilen Deutschlands fiel seit Monatsbeginn wenig bis gar kein Regen, und diese Lage werde sich noch wochenlang fortsetzen. Aktuelle Daten eines Wettersatelliten der US-Behörde NOAA zeigen bereits komplett zerstörte Vegetation in Frankreich. Brandt dazu: „In einigen Tagen wird Deutschland so ähnlich aussehen.“
Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung hält die nächste Hitzewelle nur für eine Frage der Zeit. Ein Wert jenseits der 41 Grad sei vor allem zwischen Ende Juli und Mitte August möglich.
Wetterexperte Johannes Habermehl von Meteored Deutschland ordnet die derzeitige leichte Abkühlung ein: „Die kleine Abkühlung nach der Juni-Hitze ist nur eine kurze Verschnaufpause. Bis Mitte des Monats klettern die Temperaturen vielerorts wieder auf 27 bis 33 Grad – im Süden und Westen bleibt es nachts teils bei über 20 Grad. Für die zweite Julihälfte sieht es danach aus, als könnte sich die Hitze festsetzen und von Tag zu Tag noch zulegen.“





