Der Kreistag St. Wendel hat soeben den Haushalt für das Jahr 2024 mit einem Rekordvolumen von 170,18 Millionen Euro beschlossen. Dies bedeutet einen Anstieg um 6,86 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Investitionen für das kommende Jahr belaufen sich auf insgesamt 6,23 Millionen Euro, wovon beeindruckende 61,31 Prozent in den Bildungs- und Erziehungsbereich fließen sollen.
Im Fokus der Haushaltsplanung stehen unter anderem Baumaßnahmen im Kernhaushalt, Ausstattung der Schulen, EDV-Ausgaben, Geschäftsausstattung der Verwaltung sowie Investitionszuschüsse für Kindertagesstätten und Gemeindeturnhallen. Der Eigenbetrieb Touristik & Freizeit plant Investitionen in Höhe von 2,9 Millionen Euro, die zum Teil mit 1,2 Millionen Euro bezuschusst werden.
Landrat Udo Recktenwald äußerte seine Unzufriedenheit über den steigenden Umlagebedarf, der sich laut Haushaltsplanentwurf 2024 auf 72,47 Millionen Euro beläuft, was einem Anstieg von 2,57 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Der Kreisumlagesatz steigt demnach um 2,24 Prozentpunkte auf 53,63 Prozent. Besonders betonte der Landrat dabei die Belastung der kreisangehörigen Gemeinden durch die Kreisumlage und kritisierte, dass der Bund nicht ausreichend für die Finanzierung von Bundesgesetzen aufkommt. „Wer bestellt, bezahlt“, so der Landrat, der sich einen fairen Ausgleich wünscht, entweder durch eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten oder durch eigene Steuereinnahmen für die Landkreise. Dieser Appell verdeutlicht den Wunsch nach einer gerechteren Verteilung finanzieller Verantwortung.
Unter dem Leitbild „Wir sind der soziale Dienstleister von der Wiege bis zur Bahre“ sieht der Landkreis St. Wendel seine Verantwortung als zentralen Ansprechpartner und Begleiter der Menschen in allen Lebenslagen. Neben dem Verwalten steht das Gestalten einer lebenswerten Region im Fokus, unter anderem durch Investitionen in Bildung, Arbeit, Tourismus, Klimaschutz und Sicherheit.
Ein ausführlicher Bericht und die Stimmen aus den Reihen der Parteien folgen.



