Die dramatische Hochwassersituation südöstlich von Celle hat Einsatzkräfte aus verschiedenen Regionen mobilisiert, darunter eine Komponente des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis St. Wendel. Am 25. Dezember 2023 gegen 23.20 Uhr rückte das Team aus St. Wendel in die Samtgemeinde Flotwedel aus, um bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu helfen.

Die Lage in der Region, die bereits durch bundesweite Berichterstattungen in den letzten Tagen bekannt ist, bleibt kritisch. Ein Deichbereich im Ortsteil Langlingen ist besonders gefährdet, da der hohe Wasserstand der Aller und der aufgeweichte Boden durch anhaltenden Regen die Stabilität gefährden.Der bisherige historische Höchststand der Aller von 2,75 m aus dem Jahr 2003 wurde bereits um 5 cm überschritten. Ein drohender Deichbruch könnte zu weitreichenden Überflutungen in großen Teilen der Samtgemeinde führen.
Die Einsatzkräfte aus St. Wendel sind mit einer Sandsackfüllanlage, rund 100.000 leeren Sandsäcken und zehn Hochwassercontainern mit Pumpen, Generatoren und Beleuchtung vor Ort. Die lokale Gemeinschaft zeigt Dankbarkeit und Erleichterung über die dringend benötigte Unterstützung, da Hilfsgüter knapp sind.
In Eicklingen, wo sich das Lagezentrum befindet, läuft die Sandsackfüllanlage seit 22 Stunden im Dauerbetrieb. Bisher wurden etwa 50.000 Sandsäcke gefüllt. Die Hochwassercontainer sind in der gesamten Samtgemeinde im Einsatz. Die Dauer des Einsatzes wird sich im Laufe des Tages entscheiden, da die Pegelstände voraussichtlich noch längere Zeit hoch bleiben.
Das Saarland unterstützt in Niedersachsen

Parallel dazu hat der Saarländische THW-Verband am 28.12.2023 gegen 10:30 Uhr eine 51-köpfige Einheit nach Niedersachsen gesandt. Die rund 500 Meter lange Fahrzeugkolonne ist mit Spezialausstattung zur Hochwasserbekämpfung ausgestattet. Die von den Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus Freisen, Illingen und Theley eingesetzten Großpumpen trotzen auch mit Schlamm oder Steinen verunreinigtem Wasser zuverlässig und können in Summe eine Förderleistung von mehreren Millionen Litern in der Stunde erzeugen. Eine auf Elektroversorgung spezialisierte THW-Einheit aus Heusweiler begleitet das Team und stellt mit einem mobilen Kraftwerk ausreichend Leistung für die Elektropumpen sicher.
Die Koordination des Einsatzes und die Logistik werden von weiteren THW-Helferinnen und -Helfern im Hintergrund sichergestellt. Aufgrund der unsicheren Situation an Deichen, dem Ablassen von Wasser durch überfüllte Staudämme und der unberechenbaren Wetterlage ist die Dauer und der Umfang des Einsatzes für das saarländische Team noch nicht absehbar.



