HIL-Werk St. Wendel: Digitale Marktinformation läutet neue Ära der Zusammenarbeit ein

Bildquelle: MIBS/R. Khalil.

Das Saarland geht bei der Umgestaltung des Heeresinstandsetzungswerkes in St. Wendel neue Wege. Wie Staatssekretär Torsten Lang bei einem Pressetermin mitteilte, kommt beim 375-Millionen-Euro-Projekt erstmals in Deutschland das Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) zum Einsatz. Den offiziellen Startschuss bildet eine digitale Informationsveranstaltung für interessierte Unternehmen am 7. Mai 2026 zwischen 14 und 16 Uhr.

Das neue Verfahren revolutioniert die bisherige Baupraxis: Auftraggeber, Planungsbüros und Baufirmen arbeiten von Anfang an in einem gemeinsamen Team zusammen, unterstützt durch externe Fachleute. Diese Herangehensweise verspricht erhebliche Zeitgewinne gegenüber der traditionellen Methode, bei der nacheinander Planer ausgewählt, Ausschreibungen durchgeführt und Auftragnehmer beauftragt werden mussten – ein Prozess, der bisher oft mehrere Jahre dauerte. Innerhalb von etwa zwölf Monaten sollen nun sechs Projektpartner für drei Planungs- und drei Ausführungspakete gefunden werden.

Ein zentraler Baustein des Konzepts ist die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitsbereichs vor Ort, wo alle Projektbeteiligten ihre Expertise bündeln und effiziente Lösungen entwickeln können. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für diesen Co-Working-Space läuft bereits. Besonders innovativ ist die finanzielle Struktur: Ein Mehrparteienvertrag regelt die gemeinsame Verantwortung für Kosteneinsparungen und eventuelle Mehrausgaben. „Mit dem neuen System erhalten wir gleich ein ganzes Paket an Vorteilen: Planung und Ausführungen erfolgen äußerst effizient durch die frühe Bildung eines Teams, die Arbeitsweise ist maximal transparent und die Verantwortung wird gemeinsam getragen“, betonte Staatssekretär Lang. Die schnellere Umsetzung bedeute auch, dass die geplanten 160 neuen Arbeitsplätze früher geschaffen werden und damit die regionale Wirtschaft stärken. „Darüber hinaus freut es mich besonders, dass das Saarland eine Vorreiterrolle bei der Nutzung dieses neuen Projektabwicklungsmodells einnimmt. In Deutschland findet es bisher erst wenig Verwendung, wird aber international aber bereits häufiger herangezogen“, fügte der Staatssekretär hinzu.

Im künftigen Kompetenzzentrum KETTE werden schwere Kettenfahrzeuge der Bundeswehr wie der Kampfpanzer Leopard 2 und der Schützenpanzer Puma gewartet und repariert. Die Anlage bündelt deutschlandweit alle Instandsetzungsarbeiten an diesen hochtechnisierten Fahrzeugen – von Motorenreparaturen über Bremssysteme bis hin zu Optik und Panzerung. Das Großprojekt gehört zu den wichtigen militärischen Infrastrukturmaßnahmen für die Landes- und Bündnisverteidigung. Interessierte Unternehmen können sich über einen QR-Code zur digitalen Informationsveranstaltung anmelden, wobei ein Online-Formular auszufüllen ist.

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