Am 31. Mai 2026 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Nonnweiler einen neuen Bürgermeister. Mehrere Kandidaten treten zur Wahl an. Für die CDU geht der Landtagsabgeordnete und Ortsvorsteher von Primstal, Jonas Reiter ins Rennen. Der SPD-Gemeindeverband Nonnweiler hat Henning Bock einstimmig als Kandidaten nominiert. Auch die Freie Wähler stellen mit Johannes Peter einen Bewerber auf.
Wir haben mit Henning Bock über seine Motivation für die Kandidatur, seine Ziele für die Gemeinde und seine Vorstellungen für die Zukunft von Nonnweiler gesprochen.
wndn.de: Stellen Sie sich kurz vor
Henning Bock: Mein Name ist Henning Bock, ich bin 48 Jahre alt, verheiratet und habe mit meiner Frau Saskia vier Kinder. Ich bin in Schwarzenbach aufgewachsen, habe zehn Jahre in Bierfeld gewohnt und lebe seit 2018 mit meiner Familie in Otzenhausen. Ich habe Politikwissenschaft studiert, arbeite seit 19 Jahren bei der Arbeitsagentur in Trier und bin dort inzwischen Geschäftsführer Operativ.
Warum kandidieren Sie als Bürgermeister?
Ich kandidiere als Bürgermeister, weil ich mich aktiv für die Zukunft unserer Gemeinde einsetzen möchte. Nonnweiler ist meine Heimat und die meiner Familie. Ich möchte meine beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse in Verwaltung, öffentlichen Finanzen und Mitarbeiterführung einbringen und die Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln.
Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, bei der Wahl am 31. Mai 2026 zu gewinnen?
Es gibt drei Kandidaten, ich erwarte ein offenes Rennen. Es ist gut möglich, dass die Entscheidung über das Bürgermeisteramt in einer Stichwahl fällt. Mein Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass ich als Bürgermeister für die Gemeinde der Richtige bin und die Wahl am 31. Mai zu gewinnen.
Welche Erfahrung aus Ihrem bisherigen Leben oder Beruf hilft Ihnen in diesem Amt besonders?
In meiner Tätigkeit als Geschäftsführer trage ich Personalverantwortung für 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verwalte ein Budget von über 20 Millionen Euro. Ich kann Verwaltung. Mitarbeiterführung, Bürgerorientierung und Verwaltungsabläufe habe ich von der Pike auf gelernt. Außerdem bin ich seit über 25 Jahren kommunalpolitisch tätig, kenne daher viele Menschen in der Gemeinde und die Themen, die in der Gemeinde angepackt werden müssen.
Was ist aus Ihrer Sicht derzeit die größte Herausforderung für Nonnweiler?
Die Verwaltung muss gut erreichbar sein und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zeitnah und lösungsorientiert bearbeiten. Mein Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger im Rathaus als Kundinnen und Kunden gesehen werden. Ich möchte die Verwaltung weiterentwickeln, die Digitalisierung vorantreiben und gleichzeitig die persönliche Erreichbarkeit stärken.
Auf welche Themen möchten Sie zuerst Ihre Schwerpunkte setzen?
• Gute und bürgernahe Verwaltung
• Starke Vereine, Feuerwehren und sozialer Zusammenhalt
• Gute Infrastruktur (Straßen, Gehwege, öffentliche Gebäude) in allen Ortsteilen
Wie erreichbar möchten Sie als Bürgermeister für die Menschen vor Ort sein?
Ich stehe für Offenheit und Transparenz. Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern wird auf allen gängigen Ebenen stattfinden: Handy, Telefon, E-Mail, Social Media. Und am wichtigsten: der persönliche Austausch. Ich werde nah an den Menschen und stets ansprechbar sein.
Welches Projekt wäre das erste, das Sie als neuer Bürgermeister in Angriff nehmen würden?
Als Bürgermeister will ich die Verwaltung weiterentwickeln und zu einem echten und verlässlichen Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger machen. Konkret will ich die im aktuellen Haushalt beschlossenen Maßnahmen umsetzen, so z. B. das Bürgerzentrum Primstal, das Feuerwehrhaus Braunshausen oder den Jugendclub Sitzerath. Dabei ist es mir wichtig, die ganze Gemeinde mit ihren acht Ortsteilen im Blick zu behalten.
Was läuft derzeit gut in Nonnweiler?
Nonnweiler steht finanziell und wirtschaftlich sehr gut da. Die Gemeinde hat die zweitgrößte Finanzkraft aller saarländischen Kommunen. Über 4.300 Arbeitsplätze sind in der Gemeinde angesiedelt, über 30 % mehr als vor 15 Jahren. Diese wirtschaftliche Stärke gilt es zu erhalten, damit genügend Mittel für die verschiedenen Aufgaben und Vorhaben in der Gemeinde zur Verfügung stehen.
Was muss besser laufen?
Ich will den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde stärken. Die Feuerwehren und Vereine leben von Menschen, die sich engagieren, und diese müssen die Unterstützung der Gemeinde ganz konkret bekommen und erleben. Denn gemeinsam sind wir stärker. Bei meinen Hausbesuchen und den vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern, die ich schon führen konnte, sind sehr viele Hinweise und Ideen zusammengekommen, z. B. zu Angeboten für Kinder und Jugendliche, zu den Straßen und Verkehrswegen oder zur kommunalen Wärmeplanung und den Herausforderungen, die sich für die Bürgerinnen und Bürger daraus ergeben. Diese Hinweise werde ich aufgreifen und anpacken.
Wo sehen Sie Nonnweiler in zehn Jahren?
Nonnweiler hat eine sehr hohe Wirtschaftskraft. Diese will ich gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen erhalten. Dafür werden aber auch neue Gewerbeflächen benötigt. Wir sind Nationalparkgemeinde. Diese Marke hat großes Potenzial und muss besser genutzt werden, um das Freizeit- und Tourismusangebot weiterzuentwickeln. Es gilt, klug zu investieren, damit Nonnweiler auch in zehn Jahren eine wirtschaftlich starke Gemeinde mit lebendigen Ortsteilen und einer funktionierenden Infrastruktur ist.
Ihr Lieblingsort in der Gemeinde Nonnweiler?
Mein Lieblingsort in der Gemeinde Nonnweiler sind die Radwege, auf denen ich gerne unterwegs bin. Sie verbinden die Ortsteile der Gemeinde, und man erreicht darüber viele sehenswerte Orte.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit in der Gemeinde Nonnweiler?
Ich bin leidenschaftlicher Fußballfan und oft auf den Sportplätzen der Gemeinde, gerade bei den Spielen meiner Kinder. Daneben fahre ich gerne Fahrrad und gehe wandern. Daheim verbringe ich gerne Zeit bei der Arbeit im Garten und am Haus.
Ein Wort, das die Gemeinde Nonnweiler am besten beschreibt?
Lebenswert.
Warum sollten die Bürgerinnen und Bürger Sie wählen?
Ich kann Verwaltung. Ich übernehme Verantwortung, ich treffe Entscheidungen und erkläre und vertrete diese auch. Ich arbeite lösungsorientiert und packe mit an. Ich bin der Kandidat, der die Gemeinde Nonnweiler zusammenführt – unabhängig von Parteien und Einzelinteressen. Deshalb trete ich auch als Einzelbewerber an.
Vielen Dank für das Interview!
Kontakt:



