Polizei warnt

Falschmeldungen zu vermissten oder entführten Kindern im Saarland

Symbolbild

Das Landespolizeipräsidium warnt vor verbreiteten Falschmeldungen zu vermeintlich verschwundenen oder entführten Kindern im Saarland. In den letzten Tagen erreichten die Polizei zahlreiche Mitteilungen zu solchen Fällen, doch derzeit sind der Polizei keine entsprechenden Vorfälle bekannt. Es handelt sich dabei um falsche Informationen, die auf verschiedenen Plattformen im Umlauf sind.

Die Polizei appelliert eindringlich, diese irreführenden Mitteilungen nicht zu teilen, um Verunsicherungen bei Eltern, Kindern und Schulen zu vermeiden.

Zusätzlich gibt die Polizei erneut Hinweise zum Phänomen „Kinderansprecher“, um im Ernstfall angemessen zu reagieren. Das einfache Befolgen von Verhaltenshinweisen kann Kindern ein Sicherheitsgefühl vermitteln und im Notfall einen wichtigen Vorsprung verschaffen.

Die Hinweise zum Schutz vor „Kinderansprechern“ umfassen:

  • Feste Absprachen mit dem Kind treffen, Pünktlichkeit anmahnen und den Aufenthaltsort mitteilen.
  • Das Kind sollte idealerweise in Begleitung anderer Kinder zur Schule oder zum Spielplatz gehen.
  • Lehren Sie das Kind, Distanz zu Fahrzeugen und Fremden zu wahren, nicht auf Zuruf an Autos heranzutreten und keine Geschenke von Fremden anzunehmen.
  • Im Falle von Regelverstößen mit dem Kind ruhig die Absprachen durchgehen und Verhaltensweisen erneut besprechen.
  • Üben Sie mit dem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen richtig verhält, etwa durch Weglaufen und Schreien. Die Notrufnummer 110 sollte bekannt sein.
  • Gemeinsam mit dem Kind nach „Rettungsinseln“ suchen, beispielsweise Geschäfte, Arztpraxen, Apotheken oder Bekanntenhäuser, um im Bedarfsfall Schutz zu finden.
  • Täglich Zeit für Gespräche mit dem Kind nehmen, um über Erlebnisse und Sorgen zu sprechen und Selbstvertrauen zu stärken. Selbstverteidigungs- oder Selbstbehauptungskurse für Kinder werden empfohlen.

Im Akutfall sollten Eltern:

  • Ruhe bewahren,
  • dem Kind Sicherheit vermitteln,
  • Lob aussprechen für das direkte Offenbaren,
  • aufmerksam zuhören, ohne Vorwürfe zu machen, und
  • sofort die Polizei über Notruf 110 verständigen, um eine schnelle Fahndung zu ermöglichen. Je früher die Polizei involviert ist, desto höher sind die Chancen, die betreffende Person zu finden und ihre Absichten zu klären.

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