Dr. Magnus Jung: Risiken des Klimawandels nicht ignorieren

„Der Sommer 2018 ist ein weiterer Hinweis, der zeigt, dass es deutlich mehr Anstrengungen in der Klimapolitik braucht – und nicht weniger“, sagt Dr. Magnus Jung, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Wissenschaftler warnen in aktuellen Studien nicht mehr nur vor einer Warmzeit, sondern sprechen bereits von einer Heißzeit. Wenn das Klima sich ändert und Ökosysteme kippen, dann trifft dies nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch den Menschen – und zwar existenziell.  „Diese Gefahren dürfen wir nicht ignorieren. Wer jetzt noch nicht sieht, welche Folgen unser Lebenswandel und der Klimawandel haben, muss blind sein“, meint Jung. 
Während die saarländische Landwirtschaft zum Glück noch relativ gut durch den heißen Sommer gekommen ist, bedeuten Hitze und Trockenheit für die Wälder großen Stress. Die Folgen werden sich möglicherweise erst in den nächsten Jahren zeigen. Ein Blick auf Deutschland zeigt, dass die Folgen des Klimawandels schon jetzt Milliarden pro Jahr kosten, nicht nur in der Land- und Forstwirtschaft.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss deshalb beschleunigt und nicht gebremst werden. „Mit dieser Einstellung ist auch im Saarland die Diskussion um konkrete Projekte der Wind- und Solarenergie zu führen. Es ist daher nur verantwortungsvoll, negativer Stimmungsmache zu widerstehen.“ 
„Die umfassenden Veränderungen in der Produktions- und Lebensweise sind notwendig im Sinne einer Solidarität mit zukünftigen Generationen. Sie können jedoch nur erreicht werden, wenn es dafür heute auch eine demokratische Mehrheit gibt. Dies setzt voraus, dass die Veränderungen nicht als Bedrohung für die soziale Lage der Menschen heute begriffen werden. Eine sozial gespaltene Gesellschaft kann daher die Kraft zu ökologisch notwendigen Reformen nicht aufbringen. Das Zusammenspiel von sozialen Reformen und ökologischen Veränderungen bleibt daher eine zentrale politische Herausforderung“, sagt Jung.
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