Das Museum St. Wendel veranstaltet am Donnerstag, 13. August, um 17 Uhr eine szenische Lesung über das Leben der St. Wendeler Künstlerin Mia Münster (1894–1970). Vor der eigentlichen Lesung erhalten die Besucherinnen und Besucher eine Kurzführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Kunst & Kommerz – Mode im Zeitgeist von 1925–1935. Modezeichnungen von Mia Münster und Schaufensterfiguren im Dialog“. Die Schau zeigt Mode- und Reklamezeichnungen Münsters aus der Zeit der Goldenen Zwanziger.
Mia Münster hatte sich bereits in jungen Jahren gegen die traditionellen Vorstellungen ihrer Zeit für eine künstlerische Laufbahn entschieden. Ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit führten sie nach Düsseldorf, Leipzig und München sowie nach Berlin, wo sie an der renommierten Reimann-Schule für Kunstgewerbe studierte und als Gebrauchsgrafikerin und Modezeichnerin arbeitete. Die szenische Lesung zeigt zwei Begegnungen mit der Künstlerin: In der ersten Szene kehrt Münster im Jahr 1924 nach längerer Abwesenheit nach St. Wendel zurück und erzählt ihrem Bruder und ihren Jugendfreundinnen von ihrem Weg zur Kunst. Die zweite Szene spielt 1964 anlässlich ihres 70. Geburtstags, bei dem sie gemeinsam mit Freundinnen und Künstlerkollegen auf ihr Leben und die Aufbruchsstimmung der 1920er-Jahre zurückblickt.
Erarbeitet wurde die Lesung von der Fraueninitiative St. Wendeler Stadtgeschichte. Den Text verfasste Gisela Hoffmann, die Regie liegt bei Christine Hoff, und Elisabeth Zimmermann zeichnet für die Organisation verantwortlich. Auf der Bühne stehen Christine Hoff, Hanna Schmitt, Ursula Fried, Christel Ritter, Christa Schmit und Anne Kessler. Die Kostüme stellt das Museum für Mode & Tracht in Nohfelden zur Verfügung. Die Teilnahme erfolgt auf Spendenbasis. Eine Anmeldung ist erforderlich.





