Die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot hat das Berufsbildungszentrum (BBZ) St. Wendel besucht. Anlass war die DGB-Berufsschultour, bei der Auszubildende Informationen zu ihren Rechten und Pflichten erhalten und mit Gewerkschaftsvertretern ins Gespräch kommen können. Begleitet wurde die Ministerin von Joshua Dirks, Jugendbildungsreferent des DGB Saar, sowie Liliane Rosar-Ickler, Landesvorsitzende der GEW Saarland.
Schulleiterin Kirsten Prams begrüßte die Gäste und stellte die Schwerpunkte und Projekte der Schule vor. Das BBZ trägt mehrere Auszeichnungen – unter anderem als Grenzenlos-Schule, Fairtrade-Schule und Schule gegen Cybermobbing. Darüber hinaus ist die Einrichtung bereits seit 18 Jahren im Bereich Qualitätsmanagement zertifiziert. Im Rahmen der Berufsschultour konnten Schülerinnen und Schüler mit Vertreterinnen und Vertretern der DGB-Jugend konkrete Fragen aus ihrem Ausbildungsalltag klären – etwa zu Arbeitsrecht, Vertragsrecht und vertraglichen Regelungen während der Ausbildung. Auch individuelle Anliegen konnten angesprochen werden.
Bei einem Rundgang durch die Fachbereiche erhielt die Ministerin unter anderem im Friseurbereich einen Einblick in die praxisorientierte Ausbildung. Gezeigt wurden der schuleigene Salon und der Kosmetikraum. Die Schülerinnen und Schüler boten der Ministerin zudem eine Handmassage an, die sie gerne annahm.
Anschließend kam Streichert-Clivot mit Schülerinnen und Schülern der praxisintegrierten Erzieherausbildung zusammen. In der offenen Gesprächsrunde diskutierten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit der Ministerin sowie den Vertretern von DGB und GEW über Themen, die sie unmittelbar betreffen: die neue Schließtageregelung, Veränderungen durch die Prüfungsordnung sowie das Thema Fortbildungen. Die Auszubildenden konnten dabei ihre Erfahrungen, Fragen und Wünsche direkt einbringen. Der Besuch machte deutlich, wie wichtig es ist, dass junge Menschen nicht nur über bildungspolitische Entscheidungen informiert werden, sondern auch ihre eigene Perspektive in den Dialog einfließen lassen können.




