Kolumne von Manfred Johann

Das Handwerk, als stabiler Arbeitgeber

Manfred Johann
Autor Manfred Johann (Tischlermeister)

Der Strukturwandel in unserem Bundesland verändert die Lage auf dem Arbeitsmarkt total. Das Saarland war über Jahre hinweg stark von der Automobilindustrie geprägt. Große Arbeitgeber wie Ford, als auch andere Zulieferfirmen wie ZF sicherten Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität in unserer Region. Dieser industrielle Schwerpunkt gerät in den letzten Monaten zunehmend unter Druck. Aktuell zeigen Stellenabbau, Standortverlagerungen und strukturelle Umbrüche – etwa bei Zulieferer wie ZF in Saarbrücken und Friedrichshafen – wie tiefgreifend der Wandel ist. Die Industrie befindet sich nicht nur im Saarland, sondern auch europaweit im Umbruch. Der Transformationsprozess der Automobilindustrie, ausgelöst durch Elektromobilität, Digitalisierung und internationalem Wettbewerbsdruck trifft das Saarland besonders stark. Der Abbau mehrerer hundert Arbeitsplätzen und die Verlagerung von Produktionsbereichen ins Ausland (Ford – Spanien) sorgen bei vielen Beschäftigten für Unsicherheit. Die Frage nach langfristig stabilen regional verankerten Arbeitsplätzen rückt daher immer stärker in den Fokus.

In diesem unstabilen Umfeld zeigt sich das Handwerk als der verlässliche Arbeitgeber. Handwerksbetriebe sind regional verwurzelt, arbeiten Kunden- und Standortnah und können ihre Leistungen nicht einfach ins Ausland verlagern. Ob Tischlerarbeiten, ob Bau, Sanitär, Klimatechnik, Elektrotechnik, Metallbau oder KFZ-Gewerbe-, die Nachfragen nach qualifizierten handwerklichen Leistungen bleiben konstant hoch. Gerade für Beschäftigte aus der Industrie bietet das Handwerk attraktive Perspektiven. Durch gezielte Weiterbildungen, Umschulungen und Qualifizierungsprogramme eröffnen sich neue Karrierewege. Meistertitel, Technikerabschlüsse oder spezialisierte Fortbildungen ermöglichen beruflichen Aufstieg, oder sogar den Schritt in die Selbstständigkeit. Das Handwerk bietet damit nicht nur Arbeitsplätze, sondern langfristige Entwicklungschancen.

Zentrale Zukunftsthemen wie die Energiewende, den Ausbau erneuerbarer Energien, energetische Gebäudesanierung, Digitalisierung und Infrastrukturmaßnahmen sind ohne das Handwerk nicht zu realisieren.

Besonders für junge Menschen, die eine Lehre beginnen wollen bietet das Handwerk klare Antworten auf die Frage der beruflichen Zukunft. Eine gute Ausbildung ist der Einstieg in einen strukturierten Karriereweg mit vielfältigen

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten – vom Meistertitel, Techniker, Master mit Führungsaufgaben bis hin zur Selbstständigkeit. Damit wird das Handwerk zu einem entscheidenden Stabilitätsfaktor für den saarländischen Arbeitsmarkt und ein tragender Pfeiler der Wirtschaft in unserem Land.

Tischler und Meister

Manfred Johann

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