Gesundheitsminister Magnus Jung hat am Mittwochabend die geplante Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft in Neunkirchen und St. Wendel verteidigt. Bei einer Veranstaltung des Vereins „Gesundheitsregion Saar“ im Haus der Ärztekammer stellte er klar, dass die umstrittene Verlegung von Abteilungen der Klinik Kohlhof nach St. Wendel wie geplant umgesetzt werden soll.
Die vor einigen Wochen bekanntgegebenen Pläne sehen vor, dass das innerstädtische Krankenhaus der Kreuznacher Diakonie in Neunkirchen ausgebaut wird. Gleichzeitig soll die Kinderklinik vom Kohlhof in das Marienhaus-Krankenhaus nach St. Wendel umziehen. Jung betonte, er sei weiterhin mit beiden Klinikträgern im Gespräch, an der grundsätzlichen Planung habe sich jedoch nichts geändert. „Das sei die richtige Entscheidung“, wird der Minister zitiert.
Die Verlegungspläne stoßen auf erheblichen Widerstand in der Region. Mitte Januar hatten Bürger dagegen demonstriert. Sowohl Nachbarkommunen als auch eine eigens gegründete Bürgerinitiative kämpfen für den Erhalt der Kinderklinik am bisherigen Standort Kohlhof.
Über den aktuellen Stand des saarländischen Krankenhausplans konnte Jung keine neuen Informationen liefern. Das entsprechende Gesetz befinde sich noch im parlamentarischen Verfahren in Berlin, weshalb eine abschließende Planung auf Landesebene noch nicht möglich sei. Parallel dazu führe der Medizinische Dienst bereits seit mehreren Monaten Prüfungen in den Krankenhäusern durch. Dabei werde kontrolliert, ob die Einrichtungen die Voraussetzungen für die von ihnen beantragten Leistungsgruppen erfüllen. Sobald das Krankenhausgesetz endgültig verabschiedet sei, könne das Saarland unmittelbar mit der Umsetzung beginnen, kündigte der Minister an.



