Sitzungssaal im Oberthaler Rathaus wird zur Weltraumausstellung (mit Bildergalerie)

Der Sitzungssaal im Oberthaler Rathaus hat sich in eine Weltraumausstellung verwandelt. Auf den rund 80m² befinden sich zurzeit Vitrinen gefüllt mit Raketenmodellen, Miniaturastronauten und vielem mehr, was den Betrachtern die Raumfahrt näherbringt. Aber auch eine Windel gibt es in einer Vitrine zu sehen. Was die mit Raumfahrt zu tun hat, erfahren wir später. Die Modelle stammen vom Modellbauclub Freisen. Zwei Vertreter des Clubs waren bei der Eröffnung letzte Woche dabei, um den ersten Gästen alle Fragen rund um Raumfahrt und Weltall zu beantworten.

Die Weltraummission Cosmic Kiss des ESA-Astronauten Matthias Maurer, der aus Oberthal stammt, hat das Interesse für Raumfahrt bei den Menschen in der Gemeinde Oberthal und darüber hinaus geweckt. Aus diesem Anlass gibt es im Oberthaler Rathaus nun eine Weltraumausstellung, die ihren Besuchern zeigt, wie so eine Rakete von nahem aussieht – in klein, versteht sich. Am Dienstag, 01.02.22, wurde die Ausstellung im Sitzungssaal eröffnet. Die Viererklassen der Grundschule Oberthal wurden von Bürgermeister Stephan Rausch eingeladen, die ersten zu sein, die hier einen Blick reinwerfen durften. „Wir wissen, dass Matthias Maurer das Thema Kinder sehr wichtig ist, deshalb haben wir diese Ausstellung mit der Grundschule Oberthal starten wollen“, erklärte Rausch dazu.

Nach der kurzen Begrüßung des Bürgermeisters ging es dann auch direkt über zu den Fragen. „Was ist das?“, wollte ein Schüler wissen und zeigte neugierig auf ein Versorgungsmodul, das vor ihm stand. Nach der ausführlichen Antwort von Hans-Peter Wenzel, einem Mitglied des Modellbauclubs, folgten zahlreiche weitere Fragen. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an den ausgestellten Modellen war groß. „Ich finde hier alles gut“, antwortete Emil auf Nachfrage. Für seinen Mitschüler hingegen war der Flipperautomat im Weltraumdesign das Highlight der Ausstellung.

Mehrere hundert Stunden Arbeit stecken in den ausgestellten Modellen. Es ist geplant, die Ausstellung so lange geöffnet zu lassen, bis Matthias Maurer von seiner Mission zurückkommt. Bis dahin sollen die ausgestellten Modelle aber auch stetig wechseln, kündigte Bürgermeister Rausch an. Für die Abwechslung sorgt der Modellbauclub Freisen. Sie haben noch einige Modelle auf Lager, versicherte Christoph Kornbrust, ein weiteres Clubmitglied, das bei der Eröffnung dabei war.

Der Club trifft sich jeden Freitag, um sich auszutauschen und an neuen Modellen zu tüfteln. Dabei geht es nicht immer um Raumfahrt. Auch Eisenbahn-, Legomodelle und mehr werden zusammengebaut.

Wenzels und Kornbrusts Interesse an Raumfahrt und Raketen geht über das Bauen der Modelle hinaus. Sie haben sich unter anderem ein breites Wissen über die Geschichte der Raumfahrt angeeignet, welches sie mit den Schülerinnen und Schülern am Tag der Eröffnung teilen konnten. Zudem bietet Wenzel an verschiedenen mehreren Sonntagen kostenlose Führungen an.

Wer sich die Ausstellung anschauen möchte, kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses ohne Anmeldung hin. Die jeweils geltenden Corona-Regeln (3G) sind zu beachten. Dann wird einem vermutlich auch die eingangs erwähnte Windel auffallen. Diese ist bei der Weltraumausstellung dabei, weil sie auch zur Ausstattung eines Astronauten gehört. Bei der starken Belastung, die so ein Raketenstart auf den Körper ausübt, der stundenlangen Wartezeit und weiterer Faktoren hat es sich als sinnvoll erwiesen, eine zu tragen.

Neben einem lebensgroßen Pappaufsteller von Matthias Maurer sind auch zahlreiche persönliche Gegenstände von ihm Teil der Weltraumausstellung.

Das Rathaus ist täglich von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Die kostenlosen Führungen finden am 20. Und 27.02 sowie am 06.03 jeweils um 14 Uhr statt. Sie dauern ca.  eine Stunde. Anmeldung erforderlich bei Frau Elke Abazi unter Tel.: 06854/9017-12).

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