Tierheim Linxweilerhof kämpft mit Problemen

Der Tierschützer Michael Aufhauser hat einmal gesagt: „Am Umgang mit den Tieren kann man den Zustand einer Gesellschaft erkennen.“ Würde man diesen Maßstab zu Grunde legen, gäbe es im St. Wendeler Land Verbesserungsbedarf. Der Vorsitzende des Trägervereins des Tierheims Linxbacherhof bei Niederlinxweiler, Dirk Walter, hat kürzlich in einem offenen Brief die dramatische Situation seiner Einrichtung geschildert. Dort heißt es: „Eigentlich sind die Städte und Gemeinden verpflichtet, gemäß dem Tierschutzgesetzt für die Unterbringung von Fundtieren Sorge zu tragen.“ Etwas später heißt es: „Leider müssen wir mitteilen, dass aufgrund fehlender Geldmittel der weitere Betrieb akut gefährdet ist.“

Offener Brief Tierheim 06.2016

Wndn.de hat mit dem Vorsitzenden Dirk Walter über das Finanzproblem seines Vereins gesprochen. „Wir haben derzeit ein akutes Finanzproblem. Der Betrieb des Tierheimes überfordert uns derzeit finanziell, so dass wir von der Substanz unseres Vereins leben. Da die Verwahrung von Fundtieren eine Aufgabe von Stadt und Gemeinden ist, sind hier die Kommunen gefragt“, so Dirk Walter. Ein weiteres Problem sieht er in der fachgerechten Unterbringung von Fundtieren: „Viele Fundtiere müssen erst einmal in eine Quarantänebox, da sie oft krank sind. So hatten wir beispielsweise erst vor kurzem einen Hund, der von der Fuchsräude befallen war. Die Tiere kann man nicht einfach zu Hause ins Wohnzimmer setzen, die müssen erst fachgerecht betreut werden, was natürlich Geld kostet.“ Aber auch hier hat Walter, der für die CDU im Kreistag sitzt einen Lösungsvorschlag: „Leider haben sich die Kommunen im Landkreis bisher nicht zur Kostenbeteiligung an unserer Arbeit geäußert. Hier dürfen wir jetzt keine weitere Zeit verlieren. Wir würden daher den Abschluss eines Konsortialvertrages anbieten, ähnlich wie es das Tierheim in Dillingen gemacht hat. Dann blieben die Kosten für die öffentliche Hand im überschaubaren Bereich, da wir viel ehrenamtlich arbeiten. Wenn wir beispielsweise mehr Spenden als geplant verbuchen können, reduziert sich der Anteil der Gemeinden automatisch.“

Der Tierschutzbeauftragte des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, unterstützt die Position der Tierheime. Auch die Fraktionen der Linken und Grünen im Landtag forderten zuletzt mehr Unterstützung für die saarländischen Tierheime aus Landes- und Bundesmitteln.

Aktuell freut sich das Tierheim auch über Sachspenden. Dazu gibt es weitere Infos auf der facebookseite der Einrichtung.

Im Netz: www.tierheim-linxbachhof.de

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