Hunderte Einsatzkräfte haben seit Donnerstagnachmittag gegen einen großen Wald- und Vegetationsbrand bei Ottweiler-Steinbach gekämpft. Nach derzeitigem Stand sind bis zu zehn Hektar betroffen. Vier Feuerwehrleute wurden während des Einsatzes verletzt. Durch sogenannte Riegelstellungen gelang es den Einsatzkräften, die angrenzende Wohnbebauung zu schützen. Die Löscharbeiten dauern weiter an.
Der Brand beschäftigt die Einsatzkräfte seit 16.12 Uhr. Bei Temperaturen von rund 33 Grad und starker Rauchentwicklung sind die Arbeiten für die Feuerwehrleute besonders belastend. Landesbrandinspekteur Timo Meyer unterstützt die Einsatzführung vor Ort. Auch Saarlands Innenminister Reinhold Jost machte sich ein Bild von der Lage.
„Die Feuerwehr und alle beteiligten Organisationen haben konsequent und vorausschauend gehandelt. Die Strategie, die Wohnbebauung zu schützen und mit zahlreichen wasserführenden Komponenten das Feuer in der Vegetation einzudämmen, zeigt Wirkung. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften für ihren hochprofessionellen und engagierten Einsatz sowie der Einsatzleitung für die enge Zusammenarbeit“, sagte Jost.
Einsatzkräfte aus dem Landkreis St. Wendel sichern Wohnbebauung
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Bereichen, in denen das Feuer auf Wohnbebauung treffen könnte. Dort haben Einheiten aus dem Landkreis St. Wendel einen eigenen Sicherungsbereich mit eigener Wasserversorgung aufgebaut. Mit diesen Riegelstellungen soll verhindert werden, dass sich die Flammen in Richtung der Gebäude ausbreiten.
Vorsorglich wurden außerdem eine Gaststätte und ein Wohnmobilstellplatz geräumt.
Vier Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich unter anderem um Rauchgasbelastungen und Hitzeerschöpfung. Weitere Angaben zum Zustand der Verletzten wurden zunächst nicht gemacht.
DRK richtet medizinische Versorgung ein
Das Deutsche Rote Kreuz stellt während des Großeinsatzes die medizinische Versorgung sowie die Verpflegungs- und Getränkelogistik sicher. Ein Behandlungsplatz wurde eingerichtet. Der Landkreis Neunkirchen kümmert sich um die notwendige Tanklogistik. Zudem ist ein Austausch der eingesetzten Kräfte organisiert.
Ein Einsatz von Löschhubschraubern ist nach Einschätzung der Einsatzleitung derzeit taktisch nicht erforderlich. Die Verfügbarkeit entsprechender Hubschrauber in Rheinland-Pfalz und Hessen wurde allerdings bereits geprüft. Sollte sich die Lage verschärfen, sind nach Angaben des Innenministeriums weitere Schritte vorbereitet.
Über das Modulare Warnsystem MOWAS wurde zudem eine Warnung ausgelöst.
„Ich danke auch den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Mein besonderer Dank gilt dem Bürgermeister, dem Landrat und allen Behörden und Organisationen, die vor Ort eng zusammenarbeiten. Diese Geschlossenheit ist entscheidend“, erklärte Jost.
Auch wenn die Feuerwehr den Brand nach aktueller Einschätzung unter Kontrolle hält und die Schutzmaßnahmen für die angrenzende Bebauung Wirkung zeigen, ist der Einsatz noch nicht beendet. Die Löscharbeiten im Waldgebiet dauern weiter an.




