SPD-Fraktion will wissen, wie St. Wendel sich gegen extreme Hitze wappnet

Symbolbild

Nach der jüngsten Hitzewelle mit Temperaturen von fast 40 Grad hat die SPD-Stadtratsfraktion in St. Wendel eine Große Anfrage zum Thema Hitzeschutz eingereicht. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reka Klein richtete einen umfangreichen Fragenkatalog mit 29 Einzelfragen an Bürgermeister und Stadtverwaltung. Darin will die Fraktion erfahren, wie gut die Kreisstadt auf künftige Hitzeperioden vorbereitet ist und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Fragen decken ein breites Themenspektrum ab: So will die SPD unter anderem wissen, ob bereits ein kommunales Hitzeschutzkonzept oder ein Hitzeaktionsplan existiert und wer innerhalb der Verwaltung für das Thema federführend zuständig ist. Auch die Abstimmung mit dem Landkreis St. Wendel – etwa mit Blick auf das Projekt ADAPT – sowie die Berücksichtigung des saarländischen Aktionsplans zum Schutz der Menschen vor Hitze sind Gegenstand der Anfrage. Konkret fragt die Fraktion nach Trinkwasserangeboten im öffentlichen Raum, nach Planungen für Trinkbrunnen oder Refill-Stationen sowie nach geeigneten Standorten für solche Angebote, etwa in der Innenstadt, an Schulen, Spielplätzen, Sportanlagen oder touristisch genutzten Orten.

Ein besonderes Augenmerk legt die SPD auf den Schutz gefährdeter Personengruppen. Die Fraktion will erfahren, wie ältere alleinlebende Menschen, Pflegebedürftige, Wohnungslose und Familien mit kleinen Kindern bei Hitzewarnungen erreicht werden und ob eine Abstimmung mit sozialen Trägern, Kirchengemeinden, Vereinen und Hilfsorganisationen stattfindet. Ebenso fragt sie nach konkreten Maßnahmen für Grundschulen, Kindertageseinrichtungen, Spielplätze und Ferienangebote bei extremer Hitze – darunter auch nach Abläufen bei Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes.

Darüber hinaus zielt der Fragenkatalog auf die städtische Infrastruktur: Die SPD erkundigt sich nach einer Übersicht besonders hitzebelasteter Orte im Stadtgebiet, nach möglichen „kühlen Orten“ wie städtischen Gebäuden, Kirchen, Museen oder Vereinsräumen sowie nach der Idee, schattige Fuß- und Radwege als „kühle Routen“ auszuweisen. Auch mobile Begrünungs- und Verschattungselemente für stark versiegelte Plätze, Schulhöfe und Veranstaltungsflächen sind Teil der Anfrage.

Mit Blick auf die Zukunft will die Fraktion wissen, welche kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen die Verwaltung für die Sommer 2026 und 2027 sieht und wie Hitzeschutz, Entsiegelung und Begrünung bei laufenden und künftigen Planungen berücksichtigt werden. Zudem fragt die SPD nach nutzbaren Förderprogrammen von Land, Bund und EU – etwa aus der Förderrichtlinie „Nachhaltige Wasserwirtschaft“, der Städtebauförderung, der Dorfentwicklung/LEADER sowie aus Klimaanpassungsprogrammen des Landes. Abschließend möchte die Fraktion erfahren, ob die Verwaltung bereit ist, dem Stadtrat nach der Sommerpause einen Sachstandsbericht zum kommunalen Hitzeschutz vorzulegen.

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