Ein zu lebenslanger Haft verurteilter Strafgefangener ist am Mittwochnachmittag bei einer genehmigten Ausführung im Bereich Schmelz seinen Bewachern entkommen. Die Polizei fahndet seitdem mit Hochdruck nach dem 44-jährigen Mario Stegnitz und warnt die Bevölkerung ausdrücklich davor, direkten Kontakt mit dem Mann aufzunehmen.
Stegnitz verbüßt derzeit eine langjährige Freiheitsstrafe. Hintergrund ist der Mord an einer 77-jährigen Rentnerin im Jahr 2010. Gemeinsam mit einem damals 29-jährigen Komplizen war er durch ein Kellerfenster in das Haus der Frau eingestiegen. Als die Witwe die Einbrecher bemerkte, wurde sie getötet. Stegnitz wurde 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt. Am Mittwoch gegen 15 Uhr wurde er offenbar in Vorbereitung auf eine mögliche vorzeitige Haftentlassung von Justizbeamten bewacht nach Schmelz gebracht, wo er seinen Bewachern davonrannte.
Die Polizei beschreibt den Gesuchten wie folgt: Stegnitz ist 1,92 Meter groß, hat eine schlanke Statur, schwarze Haare, einen schwarzen Oberlippenbart und braune Augen. Er trägt eine Narbe am rechten Oberschenkel sowie eine Tätowierung am linken Unterarm. Zum Zeitpunkt seiner Flucht war er mit einem cremefarbenen T-Shirt, einer langen hellblauen Jeans und weißen Turnschuhen der Marke Nike bekleidet.
Sachdienliche Hinweise zum Aufenthalt des Mannes nimmt die Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt unter der Telefonnummer 0681/9321-233 entgegen. Bei Sichtkontakt oder Antreffen der Person soll umgehend der Polizeinotruf 110 kontaktiert werden. Die Polizei weist zudem darauf hin, derzeit keine Anhalter mitzunehmen.





