Hitze trieb Tausende an Losheimer Stausee und Bostalsee – DLRG leistete über 100 Einsätze in einer Woche

Symbolbild

Die erste Woche der Sommerferien hat den ehrenamtlichen Wasserrettern der DLRG im Saarland alles abverlangt. Zwischen dem Ferienstart und dem 27. Juli 2026 registrierten die Einsatzkräfte am Losheimer Stausee und am Bostalsee insgesamt 107 Erste-Hilfe-Versorgungen, 25 technische Hilfeleistungen und neun Einsätze mit Schwimmern. Vor allem das Wochenende mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und tausenden Badegästen sorgte für ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen.

Am Samstag, 25. Juli, erlebten die Rettungskräfte am Losheimer Stausee nach eigenen Angaben einen der arbeitsreichsten Tage der vergangenen Jahrzehnte. Bereits zur Mittagszeit mussten sie nach einem Sturz auf dem AquaPark ausrücken. Ab etwa 15:30 Uhr häuften sich die Notfälle dann so stark, dass sich zeitweise eine Warteschlange vor der Sanitätsstation bildete. Die Helfer versorgten unter anderem weitere Sturzfolgen vom AquaPark, Kreislaufprobleme durch die Hitze, Schnitt- und Schürfwunden, allergische Reaktionen sowie weitere medizinische Notfälle. Gleichzeitig wurde eine vermisste Person im Wasser gesucht, und die Leitstelle alarmierte die DLRG zusätzlich zu einem medizinischen Notfall auf dem Parkplatz am Westufer. Rund 20 Hilfeleistungen kamen an diesem Tag zusammen – zeitweise liefen bis zu vier Einsätze parallel, unterstützt von drei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen.

Auch am Sonntag blieb die Lage angespannt. Neben rund zehn sanitätsdienstlichen Hilfeleistungen – darunter Wundversorgungen und Behandlungen bei Kreislaufbeschwerden – kam es gegen 15:15 Uhr zu einem lebensbedrohlichen Vorfall. Badegäste hatten einen bewusstlosen Schwimmer aus dem Wasser gezogen und ihn auf einem Stand-up-Paddle-Board gesichert, bis die DLRG eintraf. Die Rettungsschwimmer übernahmen sofort die medizinische Erstversorgung. Der Mann war bewusstlos und zeigte Anzeichen einer Sauerstoffunterversorgung. Gemeinsam mit Passanten brachten die Einsatzkräfte ihn an Land, versorgten ihn im Sanitätsraum und übergaben ihn anschließend an den Rettungsdienst.

Die Wochenbilanz im Einzelnen: Am Bostalsee wurden 73 Erste-Hilfe-Einsätze, 20 technische Hilfeleistungen und acht Einsätze mit Schwimmern gezählt. Am Losheimer Stausee kamen 34 Erste-Hilfe-Einsätze, fünf technische Hilfeleistungen und ein Wasserrettungseinsatz hinzu.

Angesichts der anhaltenden Hitze und des hohen Besucheraufkommens appelliert die DLRG an alle Badegäste, die eigenen körperlichen Grenzen nicht zu überschreiten. Besonders hohe Temperaturen, lange Aufenthalte in der Sonne und der Sprung ins kalte Wasser könnten Kreislaufprobleme verursachen und im schlimmsten Fall lebensgefährliche Situationen auslösen. Ausreichendes Trinken, regelmäßige Pausen im Schatten und gegenseitige Aufmerksamkeit könnten helfen, Notfälle zu vermeiden.

Während der gesamten Sommerferien stellt die DLRG mit ihren ehrenamtlichen Kräften den täglichen Wasserrettungsdienst an beiden Seen sicher. Neben der Rettung von Menschen aus dem Wasser gehören sanitätsdienstliche Versorgungen, technische Hilfeleistungen und die Unterstützung des öffentlichen Rettungsdienstes zum täglichen Aufgabenspektrum.

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