Im Landratsamt Sankt Wendel fand die Informationsveranstaltung „Berufs(Neu)Start für Frauen mit gesundheitlichen Herausforderungen“ statt. Zielgruppe waren sowohl berufserfahrene Frauen als auch junge Frauen, die ins Erwerbsleben einsteigen möchten. „Frauen mit gesundheitlichen Herausforderungen benötigen für ihre berufliche Orientierung klare Informationen, verlässliche Ansprechpersonen und passgenaue Unterstützungsangebote, um individuelle Wege in Ausbildung und Arbeit zu finden“, betont Heike Höfer-Kunz von der Beratungsstelle „Frau und Beruf“ des Landkreises Sankt Wendel.
In einem sogenannten World-Café hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich direkt mit Fachkräften verschiedener Einrichtungen auszutauschen und ihre persönliche Situation zu schildern. Die Gesprächsrunden drehten sich um medizinische und berufliche Rehabilitation, Unterstützungsangebote während der Ausbildung sowie Hilfen für schwerbehinderte Menschen am Arbeitsplatz. Die Expertinnen und Experten erläuterten unter anderem Leistungen der beruflichen Rehabilitation und finanzielle Fördermöglichkeiten. Dabei wiesen sie darauf hin, dass vor einer beruflichen Rehabilitation zunächst eine medizinische Rehabilitation oder Begutachtung erfolgen muss, um passende Maßnahmen ableiten zu können.
Die Veranstaltung brachte nicht nur Betroffene und Beratungsstellen zusammen, sondern förderte auch den Austausch der beteiligten Institutionen untereinander. Besonders beim Thema Ausbildung von Frauen mit Unterstützungsbedarf diskutierten die Fachkräfte über bestehende Schwierigkeiten. Ihr gemeinsames Fazit: Eine stärkere Vernetzung sei nötig, um die Anforderungen der Betriebe und die Bedürfnisse der Auszubildenden besser in Einklang zu bringen.
Beteiligt waren die Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung, die Kommunale Arbeitsförderung Jobcenter Landkreis Sankt Wendel, der Integrationsfachdienst der SHG Klinik, der Caritasverband Schaumberg-Blies, der Ausbildungs- und Fortbildungsförderverein e. V., Miteinander Leben Lernen e. V. sowie die Behindertenbeauftragte des Landkreises. Organisiert wurde das Angebot von der Beratungsstelle „Frau und Beruf“, dem Projekt „Inklusion vor Ort im Landkreis Sankt Wendel“, der Lebenshilfe sowie der Stelle „Frau im Beruf“ der Arbeitskammer Saarbrücken. Die Projekte werden durch die Europäische Union, den Europäischen Sozialfonds im Saarland, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie die Aktion Mensch gefördert.





