Der Umwelt-Campus Birkenfeld hat am 19. Juni 2026 sein 30-jähriges Jubiläum mit einem Festakt begangen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen zusammen, um die Entwicklung des Standorts zu würdigen, der 1996 auf dem Gelände eines ehemaligen Militärlazaretts der amerikanischen Streitkräfte seinen Studienbetrieb aufgenommen hatte. Heute studieren dort rund 1.800 junge Menschen in den Bereichen Technik, Informatik, Betriebswirtschaft und Recht.
Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Dorit Schumann eröffnete die Veranstaltung und zeichnete die historische Entwicklung des Campus nach. Sie hob die Bedeutung der Nachhaltigkeit als zentrales Leitthema hervor und bedankte sich beim damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck sowie allen Beteiligten für die Idee, aus einer militärischen Liegenschaft einen Hochschulstandort zu schaffen. Die Studierenden stünden dabei wie schon vor 30 Jahren im Mittelpunkt. Durch das Programm führten die beiden Dekane Prof. Dr. Klaus Helling und Prof. Dr.-Ing. Peter Gutheil. Eine Audiovisionsshow zeigte Meilensteine, Projekte und prägende Persönlichkeiten aus drei Jahrzehnten Campusleben. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner würdigte in einer Videobotschaft die Bedeutung nachhaltiger Bildung und Forschung und sprach dem Campus ihre Anerkennung aus.
Die Festrede hielt Dr. Otto Schulz, Vorstand der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Er ging auf aktuelle Herausforderungen und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit ein und bezeichnete den Umwelt-Campus als Beispiel für eine gelungene Verbindung von Wissenschaft, Praxis und gesellschaftlichem Engagement.
In einer Impulsrunde zum Thema „Die Bedeutung des Umwelt-Campus Birkenfeld“ kamen namhafte Persönlichkeiten zu Wort: der ehemalige Ministerpräsident Kurt Beck, Staatssekretärin Dr. Tamara Müller aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit, Landrat Miroslaw Kowalski vom Nationalparklandkreis Birkenfeld, IHK-Koblenz-Vizepräsident Hans-Jörg Platz, der erste Absolvent des Campus und Alumni-Vertreter Oliver Risse sowie die AStA-Vorsitzende Berenike Kücker. Im Mittelpunkt der Beiträge standen die akademische Ausbildung und die enge Zusammenarbeit des Campus mit regionalen Partnern.
Musikalisch rahmten der Campus-Chor unter der Leitung von Roland Lißmann sowie ein Liedbeitrag der Studentin Hannah Holzer den Festakt ein. Der Umwelt-Campus zeichnet sich durch seinen engen Praxisbezug, moderne Ausstattung, internationale Kontakte und die starke Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in allen Studiengängen aus. Seit seiner Gründung hat er sich als Motor für nachhaltige Bildung, Forschung und regionale Entwicklung etabliert – mit Impulsen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.





