Die anhaltende Hitzewelle im Saarland verschärft sich in den kommenden Tagen weiter. Bereits seit dem offiziellen Sommerbeginn am vergangenen Wochenende liegen die Temperaturen deutlich über 30 Grad, auch nachts kühlt es kaum ab – sogenannte tropische Nächte sind die Folge. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt durchgehend vor einer hohen bis zeitweise extremen Wärmebelastung.
Zur zweiten Wochenhälfte hin dürfte es sogar noch heißer werden. „Donnerstag und Freitag sehen wir dann die 39 — vielleicht sogar die 40 Grad. Es wird wirklich extrem“, sagt ARD-Meteorologe Tim Staeger. Damit rückt auch der bisherige Allzeit-Temperaturrekord des Saarlands in Reichweite: 40,2 Grad, gemessen am 25. Juli 2019 an der DWD-Wetterstation in Neunkirchen-Wellesweiler. Eine noch leicht höhere Temperatur, die während des Jahrhundertsommers 2003 in Perl an einer Meteomedia-Station erfasst wurde, wird vom DWD nicht offiziell anerkannt. Nach Einschätzung des ARD-Wetterkompetenzzentrums ist es durchaus möglich, dass der Rekord in dieser Woche geknackt wird.
Gewitter sind derweil vorerst kaum zu erwarten. Zwar steige das Risiko zum Wochenende hin leicht an, allerdings nur vereinzelt. „Die Allermeisten werden diese Woche wahrscheinlich keine Gewitter erleben“, so Staeger. Abkühlung könnte es frühestens zu Beginn der neuen Woche geben – die Wettermodelle sind sich hier allerdings noch uneinig. Einige Berechnungen sagen einen deutlichen Rückgang auf rund 25 Grad voraus, andere gehen von einem nur schrittweisen Temperaturrückgang aus. Genauere Prognosen seien laut ARD-Wetterteam erst ab Donnerstag oder Freitag möglich.
Angesichts der anhaltenden Hitze steigt im Saarland zudem die Gefahr von Wald- und Wiesenbränden. Bis zur Wochenmitte wird laut DWD in den meisten Orten die Warnstufe 4 von 5 erreicht. Wer unterwegs ist, sollte außerdem ausreichend Wasser dabeihaben – in mehreren saarländischen Städten stehen kostenlose Trinkwasseranlagen zum Auffüllen bereit.





