Die Junge Union Saar hat den heute veröffentlichten Bericht der Rentenkommission positiv aufgenommen. Das Gremium empfiehlt weitreichende Änderungen am bestehenden Rentensystem, darunter den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nach schwedischem Vorbild, die Wiedereinsetzung und Erhöhung des Nachhaltigkeitsfaktors, eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie das Ende der sogenannten „Rente mit 63″. Gleichzeitig sollen soziale Härtefallregelungen für gesundheitlich belastete Menschen gelten, und versicherungsfremde Leistungen sollen künftig aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden.
Charlotte Warken-Luxenburger, Mitglied des Bundesvorstands der Jungen Union, sieht in dem Bericht die Handschrift ihrer Organisation: „Das ist die größte Rentenreform der letzten Jahrzehnte – und sie trägt deutlich die Handschrift der Jungen Union.“ Sie betonte: „Ohne unseren jahrelangen Einsatz für Generationengerechtigkeit gäbe es diesen Kommissionsbericht nicht – und schon gar nicht zu diesem frühen Zeitpunkt.“ Zentrale Punkte aus dem Leitantrag des Deutschlandtags der Jungen Union in Rust seien in die Verhandlungen eingeflossen. Die Junge Union betont, dass es sich nicht um ein Kürzungspaket handele, sondern um den Weg zu einem stabileren Rentensystem mit langfristig höheren Renten.
Frank Musseleck, Co-Leiter des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen, ordnete den geplanten Einstieg in die Kapitaldeckung ein: „Zwei Prozent vom Bruttolohn, geteilt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern – das ist ein solider Einstieg in die Kapitaldeckung. Wichtig ist jetzt, dass der Fonds konsequent aufgebaut wird, damit aus dem Einstieg auch eine spürbare Zusatzrente für künftige Generationen wird.“ Zur geplanten Ausweitung des Versichertenkreises sagte er: „Wer von der Solidargemeinschaft profitiert, muss auch in sie einzahlen. Dass künftig auch Abgeordnete und Selbstständige ohne eigene Absicherung einbezogen werden, ist ein überfälliger Schritt zu mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen.“
Warken-Luxenburger mahnte zudem zur zügigen Umsetzung: „Jetzt muss die Reform kommen – und zwar als Gesamtpaket. Kein Stückwerk, keine Rosinenpickerei. Bis zum Beginn der Sommerpause müssen verbindliche Eckpunkte im Kabinett stehen.“ Die Junge Union Saar kündigte an, den weiteren Prozess konstruktiv zu begleiten und sich weiterhin für Generationengerechtigkeit einzusetzen.





