„Meine Mama ist mein großes Vorbild“

10 Fragen an… Dennis Meisberger – Erster Beigeordneter des Landkreises St. Wendel

Dennis Meisberger erzählt uns im Interview, wie sich seine vielseitigen Rollen gegenseitig ergänzen (Foto: privat)

In unserer Interviewreihe „Zehn Fragen an…“ tauchen wir in das Leben und die Arbeit von Persönlichkeiten aus dem St. Wendeler Land ein.

Heute stellt sich Dennis Meisberger, der Erste Beigeordneten des Landkreises St. Wendel, unseren Fragen. Im Gespräch erfahren wir mehr über seine abwechslungsreichen Aufgaben als Lehrer, seine verantwortungsvolle Funktion als Kreisbeigeordneter, seine tiefen Wurzeln in der Region und wie sich diese verschiedenen Rollen gegenseitig ergänzen. Außerdem wird uns Dennis Meisberger von seinem ganz besonderen, großen Vorbild berichten, was er am St. Wendeler Land ausgesprochen schätzt und wie er die Zukunft der Region gestalten möchte. Schließlich werden wir auch die Lieblingsorte des engagierten St. Wendelers sowie seine Sicht auf Heimat und die einladende „St. Wendeler Mentalität“ kennenlernen.

Herr Meisberger, wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Leben aus?

Unter der Woche stehe ich um 06.00 Uhr auf, frühstücke und fahre dann ans Gymnasium Wendalinum. Nach dem ersten Kaffee im Lehrerzimmer und dem Kopieren der Unterlagen für den Tag geht es in den Unterricht. Und dann gibt es den „typischen“ Tag nicht mehr. Jeder Tag als Lehrer ist anders. Einmal beginnt der Tag mit Mathematikunterricht bei meinen 5ern, einmal im Physikgrundkurs bei den Abiturientinnen und Abiturienten. Jede Klassenstufe für sich ist spannend und abwechslungsreich zu unterrichten. Hinzu kommt die Arbeit mit den jungen Menschen, die mich beruflich erfüllt. Jeder Mensch ist anders und das macht den Lehrerberuf so spannend. Neben dem Unterrichten arbeite ich in der Schulverwaltung mit und kümmere mich dort im Team um den Stunden- und Vertretungsplan. Im Vergleich zum operativen Geschäft im Unterricht ist die verwaltungstechnische Arbeit strukturell anders und verlangt hohe Konzentration, da sie einen reibungslosen Ablauf im Schulalltag garantieren muss. Nachmittags nach der Schule geht es als erstes in den Garten zu meinen fünf Seidenhühnern. Hier in der Natur kann ich den Kopf frei bekommen. Danach geht es an den Schreibtisch zur Unterrichtsvorbereitung. In den Sitzungswochen des Kreistages St. Wendel stehen nachmittags beziehungsweise abends täglich Veranstaltungen und Ausschüsse an. Gerade die Ausschussvorbereitung benötigt viel Zeit zum Einlesen in die Themen, die anstehen: Auftragsvergaben,Vertragsentwürfe, Beratungen von Satzungen uvm. – das Spektrum ist sehr breit. Wenn Zeit bleibt, nutze ich den Nachmittag und Abend gerne noch für Sport. Egal ob beim Waldlauf oder Tennis, die Bewegung hilft mir, fit und gesund zu bleiben. Stehen weniger Veranstaltungen an, so kochen meine Frau und ich gerne gemeinsam oder unternehmen etwas. Am Wochenende schlafe ich gerne einmal länger und frühstücke ausgiebig mit meiner Frau. Dann gibt es selbstverständlich auch frische Eier von unseren Seidenhühnern.

Wie würden Sie Ihre Tätigkeit als Erster Kreisbeigeordneter beschreiben?

Die Tätigkeit ist vielfältig und aufregend. Egal ob ich den Landrat bei Veranstaltungen vertrete oder im Landratsamt stellvertretend die Kreisverwaltung leite. Jeder Tag ist anders, ähnlich wie mein Alltag als Lehrer. So unterschiedlich beide Tätigkeiten sind, so bewusst bin ich mir in beiden Fällen der Verantwortung. Mein Hauptziel als Beigeordneter ist es, die Interessen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in meiner Heimat zu vertreten, die Umsetzung der politischen Agenda des Landratsamtes zu unterstützen und effiziente Verwaltungsprozesse sicherzustellen. Ich arbeite eng mit Landrat Udo Recktenwald, der Beigeordneten Martina Weiand und anderen kommunalen Partnern zusammen, um die bestmöglichen Ergebnisse für unsere Gemeinschaft zu erzielen. Dabei setze ich im persönlichen Gespräch und über die sozialen Medien auf Transparenz und bürgernahe Kommunikation. Gemeinsam im Team ist für uns die Förderung von Projekten zur Verbesserung der Lebensqualität in unserem Landkreis ein wichtiges Anliegen.

Inwiefern ergänzen sich Ihre vielseitigen Tätigkeiten?

Mein Beruf als Lehrer, meine Tätigkeit als Kreisbeigeordneter und mein ehrenamtliches Engagement in Vereinen ergänzen sich perfekt. Die Arbeit mit und für Menschen gibt mir vieles! Der Umgang mit den Menschen, die vielen Eindrücke, die ich täglich bekomme, fließen unmittelbar in meine Arbeit und Entscheidungen ein.

Wer ist Ihr großes Vorbild?

Meine Mama ist mein großes Vorbild. Sie verkörperte für mich all die Eigenschaften und Werte, die ich bewundere und anstrebe. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre Liebe, ihre Entschlossenheit und ihre Fähigkeit, in schwierigen Zeiten stark zu bleiben, haben mich sehr beeinflusst. Sie hat mir gezeigt, wie man mit Herzlichkeit und Mitgefühl durchs Leben geht und wie man Hindernisse überwindet. In vielen Aspekten meines Lebens und meiner Karriere orientiere ich mich an ihren Prinzipien. Vor ihrem Tod war sie eine Beraterin für alle Themen, die mich bewegten.

Was mögen Sie besonders am St. Wendeler Land?

Am St. Wendeler Land schätze ich besonders die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, Geschichte und Gemeinschaftssinn. Unsere Region bietet eine beeindruckende Natur mit Wäldern, Hügeln und Seen, die zum Erkunden und Entspannen einlädt. Gleichzeitig gibt es eine reiche kulturelle und historische Vielfalt, die sich in der Stadt und den Dörfern widerspiegelt. Was unsere Gegend aber wirklich besonders macht sind die Menschen vor Ort. Die starke Gemeinschaft und die Gastfreundschaft der Einwohner machen das St. Wendeler Land zu einem einladenden und lebendigen Ort.

Was würden Sie gerne verbessern?

Ich will mich dafür einsetzen, das Leben auf dem Land noch attraktiver zu machen und die Lebensqualität zu steigern. Dazu ist es wichtig, die Wirtschaft zu fördern und lokale Unternehmen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen, um wirtschaftliche Vitalität in der Region zu erhalten. Wir haben hier die höchste Handwerkerdichte im Saarland. Deren Arbeit und die der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie  Familienbetriebe sind ein großes Pfund, gerade in Krisenzeiten. Hier gilt es, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, alle zu unterstützen und zu fördern.

Die Digitalisierung spielt bei allen Themen eine entscheidende Rolle, um die Region wettbewerbsfähig zu halten. Wir müssen in Infrastruktur und digitale Bildung investieren, um sicherzustellen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger in der Lage sind, von den Vorteilen der modernen Technologien zu profitieren.

Gleichzeitig ist es wichtig, Kinder- und Jugendprogramme und Bildungseinrichtungen zu unterstützen, um die Zukunft der jungen Generation zu sichern und Möglichkeiten für ihre persönliche Entwicklung zu schaffen.

Es ist erfreulich, dass der Landkreis St. Wendel bisher bei Arbeitslosigkeit (niedrigste Wert saarlandweit), Sicherheit (sicherster Landkreis im Saarland) und Ehrenamtsstruktur (höchste Vereinsdichte im Saarland) sehr erfolgreich ist. Diese Stärken müssen unbedingt erhalten bleiben. Dafür müssen wir uns als Politik einsetzen.

Unser bisheriges Erfolgsrezept im Landkreis war es, dass es uns unter CDU-Führung immer gelungen ist, neben wirtschaftlicher, sozialer und politischer Stabilität die richtigen Zukunftsthemen zu besetzen: Tourismus schon seit den 1970ern;  Klimaschutz, als es noch kein derart akutes Thema war; Katastrophenschutz, schon vor dem Ahrtal; Regionalentwicklung (Smart Village/Dorfinfrastruktur und vorbildliche Interkommunale Zusammenarbeit); jetzt Digitalisierung/Smart Wendeler Land. Das ist auch mein Ziel: mit Weitsicht diese Themen weiter voranbringen und neue Themen frühzeitig erkennen.

Zusammenfassend kann man sagen: Wir müssen gemeinschaftlich daran arbeiten, die Lebensqualität und die Zukunftsaussichten für die Menschen in der Region zu verbessern, um sicherzustellen, dass der Landkreis St. Wendel eine großartige Heimat bleibt.

Was ist Ihr Lieblingsort/Geheimtipp im St. Wendeler Land?

Ich habe VIELE Lieblingsorte, kommt ganz darauf an, wonach mir gerade ist. Die Natur genieße ich sehr gerne in unserem Garten oder im Güdesweiler Wald. Die Geselligkeit mit Freunden genieße ich gerne auf dem Schlossplatz in St. Wendel oder an unserem traumhaft schönen Bostalsee. Wenn ich Lust auf leckeres Essen habe, gehe ich in eines der vielen großartigen Restaurants im St. Wendeler Land. Ich finde, wir haben eine tolle Auswahl von gut bürgerlich bis Gourmet und von saarländisch bis international.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat ist für mich ein zentraler Begriff, der sowohl persönliche als auch politische Dimensionen hat. Persönlich bedeutet Heimat für mich das Gefühl von Zugehörigkeit zur Familie, zu einem Ort, einer Gemeinschaft und einer Kultur. Es ist der Ort, an dem man aufgewachsen ist oder an dem man sich zu Hause fühlt. Politisch betrachtet bedeutet Heimat, die Lebensqualität und Chancen für die Menschen in einer Region zu verbessern. Als Kommunalpolitiker ist es meine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Bedürfnisse und Interessen der Bürgerinnen und Bürger in meiner Zuständigkeit berücksichtigt werden, um eine starke, liebens- und lebenswerte Heimat für alle zu schaffen. Es ist uns in der Vergangenheit im Landkreis gelungen, ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen – Identifikation mit der Heimat und Zusammengehörigkeit der Gesellschaft. Auch durch die Erinnerungskultur unserer Geschichte. Das alles bedeutet Heimat für mich.

Was gibt Ihrem Leben die besondere Würze?

Menschen, mit denen ich Zeit verbringe: meine Frau, Familie und Freunde. Die Freude an neuen Erfahrungen und Abenteuern. Aber auch die vielfältigen Herausforderungen, die ich annehme und die Möglichkeit, ständig zu wachsen und mich weiterzuentwickeln.

Wie würden Sie die „St. Wendeler Mentalität“ beschreiben?

Offenherzig, gemütlich und freundlich.

 

 

 

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