Wie kann der Einzelhandel gegen den Online-Handel ankommen?

Auch in unserer Region hat der Einzelhandel mit der Konkurrenz durch Online-Versandhändler wie Amazon, Otto und Co. zu kämpfen. Viele Kunden bevorzugen die Bequemlichkeit, die einem der Versandhandel bietet. Einfach von Zuhause aus mit einem Klick bestellen und am nächsten Tag das Paket in Empfang nehmen. Dagegen wirken lange Wartezeiten im Geschäft, die kleinere Auswahl, die höheren Preise und der umständliche Transport der Einkäufe oft eher wie eine vermeidbare Qual. Allerdings schätzen auch heute noch viele Menschen das Einkaufen im Geschäft, solange einige Dinge im Geschäft rund laufen. Welche das sind, klären wir im heutigen Artikel.

Mit der Zeit gehen, nicht gegen sie

Wenn Geschäfte im Jahr 2021 noch keine Website haben, dann schließen viele Kunden für sich oft schon aus, dort einzukaufen. Eine Website ist das Mindeste, was ein Kunde an Digitalisierung von einem Geschäft erwartet. Bei Modegeschäften schaut man sich gerne auf der Website die Markenauswahl an, bevor man in die Stadt fährt, um die Sachen anzuprobieren. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist es natürlich, wenn man alles auf der Website mit Bildern auflistet, allerdings ist das mit viel Aufwand verbunden. Bei Restaurants schaut man sich gerne die Speisekarte online an, bevor man die Entscheidung trifft dort etwas zu essen. Eine gute Website und eine gute Onlinepräsenz, sowohl bei Google als auch in den sozialen Medien, locken Kunden an und sorgen für mehr Zufriedenheit. Wenn ein Kunde extra in die Stadt fahren muss und dann nicht das findet, was er sucht, bestellt er nächstes Mal einfach bei Amazon. Das kann vermieden werden, wenn direkt auf der Website des lokalen Geschäfts klar wird, dass man wahrscheinlich fündig oder auch nicht fündig wird.

Sobald der Kunde dann im Geschäft ist, gilt es ihm ein gutes Erlebnis zu bieten, sodass er auch in Zukunft hier einkauft. Dazu zählt, gerade bei Restaurants, dass die Bestellung schnell abläuft und man das Bestellte zügig bekommt. Zu oft sieht man in Restaurants noch Kellner mit Notizblöcken herumlaufen, Rechnungen im Kopf ausrechnen und so weiter. Eine digitale Kasse, die Rechnungen automatisch auf verschiedene Personen aufteilen kann und Kartenzahlungen und mobile Zahlung wie Google Pay oder Apple Pay akzeptiert, ist nicht nur für Mitarbeiter extrem angenehm in der Benutzung, sondern sorgt auch für mehr zufriedene Kunden bzw. Gäste. Inzwischen gibt es dafür zahlreiche Komplettlösungen. So kann man beispielsweise mit nur einem iPad Kassensystem seinen gesamten Gastronomiebetrieb managen. Wichtig ist dabei auch, dass das Kassensystem alle gängigen EC- und Kreditkarten und am besten auch Mobile Payment akzeptiert. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist der Service und die Angebote im Geschäft. McDonalds macht in diesem Fall einen sehr guten Job, Kunden können in der McDonalds App aktuelle Gutscheine sehen und entscheiden sich dann oft diese einzulösen. Eine App ist natürlich für viele kleine Geschäfte unrealistisch, allerdings spricht nichts dagegen auf einem (übrigens kostenlosen) Instagram-Account regelmäßig Gutscheine, Rabatt-Codes und andere Aktionen zu posten, die Kunden anlocken. Über Instagram könnten die Kunden auch Termine beim Friseur machen, Klamotten zurücklegen lassen und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind im Prinzip grenzenlos, mit etwas Kreativität kann jedes Geschäft etwas finden. Einige lokale Geschäfte haben sich bereits erfolgreich digitalisiert und ihren Umsatz durch digitalen Service gesteigert. Wer dem Trend nicht folgt, wird es in Zukunft schwer haben, sich gegen die stets stärker werdende Konkurrenz durchzusetzen.

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