Der Landkreis St. Wendel hat zum Jahresabschluss seinen 190. Geburtstag als Verwaltungseinheit gefeiert. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land veranstaltete der Kreis einen traditionellen Unternehmertreff, zu dem regionale Betriebe eingeladen waren.
Die wechselvolle Historie des Kreises stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der heutige Landkreis entstand 1835 als preußischer Kreis aus dem ehemaligen Fürstentum Lichtenberg. Die weitere Entwicklung war von zahlreichen Umbrüchen geprägt: 1920 erfolgte eine Teilung, 1943 wurde der Kreis aufgelöst, und nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Neugründung als Verwaltungseinheit.
„Das Jahresende ist nicht nur für uns alle eine schöne Gelegenheit, auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken, auf alle Höhen und Tiefen, sondern in diesem Jahr für den Landkreis Sankt Wendel Anlass, seine 190-jährige Geschichte eingehender zu betrachten“, erklärte Landrat Udo Recktenwald. Er hob die Bedeutung des Mittelstands und innovativer Unternehmen für die positive wirtschaftliche Entwicklung der Region hervor. „Eine bewegende Geschichte: Wir waren oft äußeren Einflüssen ausgesetzt, und doch formten viele Generationen unsere Heimat, machten sie zu dem, was sie heute ist. Auf das bisher Erreichte können wir stolz sein, gehören wir doch auf vielen Gebieten zu den besseren Regionen in unserem Land.“
Der Landkreis positioniert sich seit Jahrzehnten als verlässlicher Partner der regionalen Wirtschaft. Als Vorreiter im Saarland richtete der Kreis bereits 1980 ein eigenes Amt für Wirtschaftsförderung ein. Diese Einrichtung bildete später die Grundlage für die heutige Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land.
Neben dem historischen Rückblick thematisierte der Landrat auch gegenwärtige Herausforderungen. Die Sicherung von Fachkräften, die fortschreitende Digitalisierung und der wirtschaftliche Strukturwandel stellen die Region vor neue Aufgaben. Landkreis und Wirtschaftsförderungsgesellschaft verstehen sich dabei als Unterstützer der heimischen Unternehmen. „Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir gemeinsam Herausforderungen packen und Krisen trotzen können. Und so werden wir es auch weiterhin handhaben, damit gute Arbeitsplätze in unserer Region erhalten bleiben und neue entstehen können“, betonte Recktenwald.



